06.10.2012

Schriftstellerische Kreativität

Wer meinen Blog kennt, weiß, dass ich immer wieder an dem Begriff der Kreativität herumarbeite.
Kreativität ist ein schwieriges Wort, gerade auch deshalb, weil es eine Worthülse geworden ist, die im Alltag gar nicht mehr aufgefüllt werden kann. Mit anderen Worten: sie dient der Überredung, nicht der Überzeugung. Überredung soll heißen, dass man einen Menschen zu etwas bringt, was er gar nicht richtig begriffen hat. Und dementsprechend bedeutet Überzeugen, dass man einen Menschen etwas begreiflich macht, so dass dieser das als „vernünftig“ erkennt.
Ich habe mir vor einigen Monaten von Gabriel Tarde „Die Gesetze der Nachahmung“ zugelegt und wollte schon seit langer Zeit dazu etwas schreiben. Nun hat Udo Seelhofer mit seinem Blog  Alltagshirngespinste den zweiten Geburtstag gefeiert und mich um einen Gastbeitrag gebeten. Gestern habe ich ihn dann endlich fertig geschrieben: Die Kreativität der Schriftsteller.

Dieses Thema wird mich noch lange Zeit beschäftigen. Es ist ja nicht nur Gabriel Tarde, sondern auch Michael Bachtin (insbesondere sein Rabelais), Leroi-Gourhan (Hand und Wort) und Jakob von Uexküll (Theoretische Biologie), die mich derzeit sehr befruchten. Vergessen wir dabei nicht Adorno und Kant, Schopenhauer und Nietzsche, oder meine ganze Auseinandersetzung mit der Logik (Kant, Hegel, Dewey, Quine).
Außerdem hatte ich vor einiger Zeit schon mal angemerkt, dass ich mich wieder mehr mit der Kunst beschäftigen möchte. Und so kommen Max Raphael und Max Imdahl dazu.
Allerdings bin ich zur Zeit so sprunghaft, dass ich, wollte ich darüber schreiben, bei den Lesern nur Verwirrung stiften würde. Das schaffe ich manchmal ja schon, wenn ich für mich klare Gedankengänge darlege.
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