27.09.2012

Nester bauen, Vernetzungen und Kant

Immanuel Kant muss man langsam lesen. Oder, subjektiver gesagt: ich lese Kant mit äußerster Langsamkeit. Schnecken überholen mich.
In den letzten Wochen habe ich vor allem den § 59 aus der Kritik der Urteilskraft auseinander gepflückt. Das ist jener berühmte Absatz über das Symbol und die Hypotypose. Natürlich habe ich nicht nur diesen Absatz gelesen, sondern ihn mit anderen Stellen bei Kant vernetzt. So entstehen während der Lektüre Nester und Netze.
Derzeit hat sich mein Fokus auf die Einleitung in die Kritik der Urteilskraft verschoben. Auch hier entsteht ein Nest.

Solch langsames Lesen ist nicht nur eine gute Übung, um Sensibilität aufzubauen, sondern bewahrt einen auch vor allzu flachen und deshalb falschen Aussagen über Kant. (siehe dazu auch den Kommentar, den ich zu meinem Eintrag Praktische und theoretische Sätze — Kant und die gender-Theorie bekommen habe und meine Antwort darauf)
Kommentar veröffentlichen