09.10.2014

Lesen, lesen, lesen

Hauptsächlich liegen Wittgensteins Werke auf meinem Schreibtisch. Dazu die Einführung von Richard Raatzsch, die im Junius-Verlag erschienen ist. Außerdem liegt ein Sammelband mit Aufsätzen dabei: Der Konflikt der Lebensformen in Wittgensteins Philosophie der Sprache. Alle Aufsätze, die ich bisher aus diesem Buch gelesen habe, hatten das Problem, dass sie den Konflikt zu soziologisch betrachten. Philosophie ist keine Soziologie. Philosophie müsste die Bedingungen klären, unter denen Konflikte in der Kultur auftauchen können. Genau das macht Wittgenstein meiner Ansicht nach auch. Mit Bedingungen sind hier allerdings nicht die sozialen Bedingungen gemeint, sondern die allgemeinen Bedingungen des Denkens und Wollens (zum Beispiel), die "notwendig" zu Konflikten führen.

Botho Strauß liegt daneben, und, in letzter Zeit mal wieder, Stephen King. Von Strauß Das Partikular, von King Es. Der Zauberberg von Thomas Mann.

Lange Zeit eines meiner Lieblingsbücher des Unterrichtens: Frontalunterricht - neu entdeckt. Von Herbert Gudjons. Nach und nach baue ich es um, ähnlich, wie ich die vier Werke von Hans Aebli am Umbauen bin, beides übrigens seit Jahren.

Seit Wochen habe ich keine Zettel mehr in meinen Zettelkasten eingearbeitet. Ich habe keine Zeit. Und wenn ich mal Zeit habe, lese und kommentiere ich viel lieber. Oder schreibe lange Artikel über Wittgenstein und Stephen King.


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