18.02.2009

Auf dem Heimweg

Ich bin heute nach Hause gelaufen, immerhin doch acht Kilometer durch das winterliche Berlin.
Der Buchladen Starick am Rosenthaler Platz hat vor zwei Wochen geschlossen. Schade. Früher habe ich immer dort meine Bücher gekauft. Jetzt habe ich einen anderen Buchladen um die Ecke und kaufe vornehmlich dort meine Bücher.
Dort bin ich dann auch vorbeigepilgert und habe diese schlechte Neuigkeit verbreitet. Vorher war ich kurz im Dussmann drinnen, wo Gedrängel herrschte. Aber ich werde mir dort keine Bücher kaufen. Kleine Buchläden sind einfach sehr sympathisch und der Besitzer meines jetzigen Buchladens ein Herr mit nettem Rauschebart.
Vor allem habe ich nach dem neuen Artemis Fowl gefragt, den ich dort bestellt habe. Ich war schon gestern dort. Er kommt erst am Donnerstag, aber man hofft ja ... nun, jedenfalls lag dort auch das neue Buch von Alice Gabathuler, Mordsangst, herum. Ein naseweises Mädchen stand daneben und las den Einbandtext von Stephenie Meyers Seelen durch. Ihre Mutter wollte das Buch aber nicht bezahlen, mit der Begründung, sie solle doch etwas Realistisches lesen. Also habe ich mich in die Bresche geschlagen und den frischgedruckten Gabathuler vorgeschlagen. Stieß aber auf wenig Gegenliebe. Die Tochter monierte, dass das nichts mit Vampiren sei. Die Mutter meinte, da hätte sich jemand mal wieder was marktmäßig ausgedacht. Dass ich Germanistik studiert habe und Alice hervorragend finde, wurde mir nicht dir nichts vom Tisch gewischt.
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