23.03.2014

Was machst du so?

Fragt ihr, bzw. würdet ihr fragen, wenn ihr euch trauen würdet. 

Der Ego-Tunnel

Weiterhin lese ich dieses Buch. Ich lese es in Kombination mit Beschreibung des Menschen von Hans Blumenberg. Vielleicht erscheint das nicht als eine besonders stimmige Kombination, doch für mich entzündet sich hier dran ganz viel produktive Arbeit. Jedenfalls bin ich am Schreiben wie selten in den letzten zehn Jahren. Alles, wie immer (und wie ihr mit Sicherheit vermutet habt) sehr fragmentarisch und in dieser Kürze anderen Lesern kaum zumutbar.
Dritter in diesem Bunde ist übrigens mein Zettelkasten. Und der versorgt mich nun allem möglichen von Kant über Wittgenstein bis Foucault, der Systemtheorie ebenso wie der Schreibdidaktik, der Psychoanalyse und dem Stoizismus. Was für ein Glück, dass mir bei dieser Arbeit niemand über die Schulter schaut.
Zentral bleibt aber weiterhin Metzingers Buch Der Ego-Tunnel, das ich ganz hervorragend finde. Ich bin sehr erstaunt, wie dicht dieses Buch geschrieben ist und wie leicht verständlich es trotzdem bleibt. Es ist auf jeden Fall ein Buch, mit dem man sich gründlicher beschäftigen sollte und das vielleicht sogar dem Bestseller von Frederic Vester Denken, Lernen, Vergessen den Rang ablaufen könnte. Jedenfalls verdient dieses Buch eine breite Aufmerksamkeit. 

Brixton Hill

Damit sind wir bei meiner anderen Lektüre. Vollständig abgetrennt ist diese nicht. Ich spiele ich hier zwischen den verschiedenen Texten. Es ist vermutlich nicht im Sinne von Zoe Beck, dass ich ihren Roman nicht als Unterhaltung lese. Aber mittlerweile kann ich gar nicht anders, als dass bei mir das Interesse am Schreibstil relativ rasch die Führung übernimmt. Und hier hat mich dieses Buch schnell gepackt, da ich eine große deutsche Autorin am Werke sehe. Weder ist dies eine verquarkte Übersetzung aus dem Amerikanischen, noch eine noch verquarkte Nachahmung verquarkter amerikanischer Übersetzungen. Hier schreibt jemand in deutscher Sprache mit dem Anspruch der Unterhaltung und hoher stilistischer und narrativer Reflexion. Das ist etwas, was man selten findet und leider auch sehr selten beim Deutschen Unterhaltungsroman.
Meist schreiben die deutschen Autoren vom Stil her aufgeregt bei einer wenig aufregenden Geschichte. Und so etwas nervt mich völlig. Umgekehrt, wie bei Beck, ist es natürlich besser: es ist eine aufregende Geschichte mit einem unaufgeregten Stil. Sie hat es gar nicht nötig, Dramatik zu behaupten. Die entsteht während des Erzählens "automatisch". 

Videos

Ich komme voran. Ich habe schon wieder Möglichkeiten gefunden, mir die Arbeit zu erleichtern. Und gehe ein paar Schritte voran, indem ich gerade Figuren ausprobiere, also Männchen, die sich bewegen. Das ist zurzeit noch recht dilettantisch. Hier brauche ich ordentlichere Vorlagen und das wird dann der nächste Schritt sein. Dann könnte ich vielleicht sogar kleinere Geschichten comichaft verfilmen.
Parallel dazu probiere ich auch die filmische Illustration von Musik aus. Das mache ich mehr zum Vergnügen und um mich anzuregen, als um damit vorzeigbare Videos herzustellen. Aber ich lerne doch dabei wichtige Sachen und eventuell kann ich dies später trotzdem verwerten.
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