16.04.2009

Die schwarze Seele des Sommers

Noch ein Commissario Montalbano, den ich bisher nicht kannte und, wie ich finde, bisher der Beste, den ich gelesen habe.
Die Geschichte ist trickreich und gleichzeitig sehr charmant.

Montalbano wird von seiner Dauerverlobten Livia angerufen, er solle für eine befreundete Familie ein Häuschen mieten. Das schafft Montalbano auch, mehr durch einen Zufall. Nun scheint aber dieses Häuschen wie verhext zu sein. Erst plagen Kakerlakenschwärme die Feriengäste, dann sind es Mäuse und schließlich Spinnen. Schließlich verschwindet der kleine Sohn der Familie und erst Montalbano gelingt es, diesen und die Ursachen all der Plagen zu finden. Unter dem Haus befindet sich ein illegaler Anbau, der versiegelt worden war, bis die Straffrist verjährt wäre. Durch einen Erdstoß ist die Versiegelung aufgebrochen und der kleine Sohn durch Zufall dort hineingeklettert.
Montalbano findet in dieser geheimen Wohnung aber nicht nur den Jungen, sondern auch eine gut verpackte Leiche. Und damit wird aus dem privaten Suchunternehmen eine Mordermittlung. Der Baulöwe, der den illegalen Unterbau vornehmen ließ, scheint am ehesten in Frage zu kommen. Die Ermordete war ein Mädchen und dem Baulöwen sagt man diese gewissen Vorlieben nach. Doch er hat ein sicheres Alibi. Dann käme der Sohn des Besitzers in Betracht, doch der gilt seit sechs Jahren als verschwunden. Der Besitzer selbst könnte es auch gewesen sein. Der aber starb ein halbes Jahr nach Fertigstellen des Hauses an einem Herzversagen.
Die Bauarbeiter, der Vorarbeiter und selbst der Wachmann, der damals die Baustelle gesichert hatte, scheinen bis zum Hals in windigen Geschäften zu stehen und Montalbano hat alles Mühe, die vielen Fäden zu entknoten.
Als schließlich noch die Zwillingsschwester der Ermordeten auftaucht und selbst Catarella, den linkischen Telefonisten der Polizei, den Kopf verdreht, wird die Sache vollständig delikat.


Kommentar veröffentlichen