10.04.2009

Aufzeichnungen aus dem Kellerloch

Vermutlich ist dieser Titel geklaut, doch Gott sei Dank klingt er irgendwie, zwischen allem Kellermief, auch ganz frisch.
Das Kellerloch, mithin mein Arbeitszimmer, kommt mir derzeit vor wie dieses Spukzimmer aus Poltergeist I, vor allem die Szene, wo ein aufgeschlagenes Buch der Geisteraustreiberin entgegenwedelt. Solch ein Büchergestöber prägt auch mein Kellerloch und spuken tut's hier auch, real oder in Gedanken, wer weiß?

Empathie. Ich sagte es bereits schon. Langsam kristallisieren sich rote Fäden heraus, die ein denkbar neues Konzept, zumindest für mich, ergeben. Meist finde ich hinterher irgendwo noch ein Buch, das genau dasselbe sagt, was ich mir mühsam erarbeitet habe. Aber dann pinsle ich mir den Bauch, dass ein großer Denker etwas gedacht hat, was ich auch denken konnte. Auch so kann man sich motivieren.

Den gestrigen Abend habe ich damit verbracht, mit InDesign und PhotoShop nutzlose Designs zusammenzuschrauben. Gut, so nutzlos war das nicht. Der Unterhaltungsfaktor lag wahrscheinlich in dem Moment höher als das laufende Fernsehprogramm. Und lernen tut man ja auch was dabei.

Heute morgen hatte ich dann aber noch immer Durst nach einem Bier. Ich habe es mir verkniffen, mein Feierabendbier des Vortages zum Frühstück zu trinken und statt dessen Camilleri gelesen, Das kalte Lächeln des Meeres. Ein Camilleri, der so gut wie die anderen ist.
Dann habe ich einige Mails beantwortet.
Und schließlich bin ich bei meinem eigenen Roman gelandet. Der wird mich dann auch hoffentlich für den Rest des Freitags in Anspruch nehmen.


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