25.10.2011

Hyperbeln bei Thomas Bernhard

Insbesondere wird aber die von ihm virtuos-aggressiv gehandhabte Übertreibung zu einer sprachlichen Massenvernichtungswaffe, die großflächig ihre diskursiven Angriffspunkte mit Superlativen und Verallgemeinerungen auszulöschen vermag, indem sie ihre Differenzen tilgt oder sie zum Implodieren bringt, zugleich aber auch den Standort des Sprechers zu sprengen droht; denn Bernhards Hyperbeln sind selbstreflexiv und zeigen im Rahmen seiner “Sprache der Ausschließlichkeit” die totalitäre “Anmaßung” hinter jeder sich allgemein gerierenden Aussage.
aus Ruthner, Clemens: Macht-Spiele
Besonders fasziniert bin ich von den ähnlichen Schlussfolgerungen, die der Autor über die Hyperbel/Übertreibung aufstellt.


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