11.08.2008

Tausend Plateaus

Vor etwa zehn Jahren hatte ich mich intensiver mit Gilles Deleuze auseinandergesetzt. Neben Niklas Luhmann war das der Theoretiker, der mich am meisten fasziniert hat. Zunächst war dies die dunkle Sprache, die mir Sätze geliefert hat, die ich nicht vergessen konnte. Dann war es nach und nach das Modell seines Denkens, das ich mir erschlossen habe.
Worte wie Milieu, Konnexion, Distribution, Konjunktion, aber auch ähnlich klingende Begriffe wie die Metonymie sind in meine Sprache eingewandert. Jetzt beginne ich gerade wieder, dieses Denken neu zu erschließen.
Ich hatte schon einiges dazu in diesem Blog geschrieben. Jetzt haben mich Begriffe wie Resonanz und Empathie wieder auf die Spur der Nomadologie gebracht. Es gab noch ein paar andere Einflüsse. So hat mein einer Chef - Kolja - eine ausgeprägte Vorliebe für klassische Filme, Akuro Kurosawa, Fritz Lang ...
Und schon immer hatte ich die vage Fantasie im Hinterkopf, dass Romane wie die von Stephen King oder Joan Rowling mit einem differenzierteren Handwerkszeug betrachtet werden müssen als der klassischen Rhetorik.
Mir hat bisher weniger die Muße als vielmehr der Mut gefehlt, hier noch einmal den Einstieg zu wagen. Doch jetzt, nachdem so vieles mich dahin gedrängt hat, lese ich Deleuze wieder intensiv.
Zur Zeit: Tausend Plateaus; und dort vor allem das vierte Kapitel. - Eine Schrift zu Stephen Kings "In einer kleinen Stadt" ist am Entstehen. Nebenbei: Aufzeichnungen zu Mayröcker, zum Coaching (aus dem Bereich kamen die Wörter Resonanz und Empathie).
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