06.08.2010

Intellekt

"Zum Funktionieren des Intellekts braucht es einen anderen Intellekt."

Wygotski: "Ursprünglich war jede höhere Funktion von […] zwei Menschen geteilt, sie war ein gemeinsamer psychologischer Prozess."

"Der Intellekt steht immer im Dialog."

Lotman, Jurij: Die Innenwelt des Denkens, S. 11

Auch dies ist ein Grund, warum intellektuelle Prozesse in sich asymmetrisch verlaufen (müssten). Während mir meine Denkinhalte fraglos gegeben sind, muss ich die Denkinhalte eines anderen Menschen erschließen. Sind höhere psychologische Funktionen Abkömmlinge des Dialogs, müsste sich die Polarität zwischen automatischem Erkennen und prozessualem Erschließen darin abbilden.

Was natürlich zu überprüfen wäre!

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