01.05.2009

Kai Meyer

Was macht man über das verlängerte Wochenende? - Man leiht sich schnöselige Bücher aus, die man ohne nachzudenken lesen kann. Diesmal Kai Meyer: Seide und Schwert, Lanze und Licht, Drache und Diamant - Die Wolkenvolk-Trilogie eben. Ein typischer Kai Meyer.
Wieder dreht es sich um mehrere Jugendliche, die in eine weltumspannende Bedrohung verstrickt werden, wieder gibt es Horden von Monstern, sowohl in Massen als auch einzelne, wieder irgendwelche mächtigen Guten, die ihrem Schicksal erliegen, und so weiter und so fort, alles als Road-Movie und wieder in mehr oder weniger deus-ex-machina-Manier erzählt. Die Charakterentwicklung fällt recht hoppla-hopp aus, will sagen, plötzlich wandeln sich die Figuren und wo eben noch glühende Feindseligkeit ist, regt sich erst das Pflänzchen Liebe, dann die Eifersucht und schließlich die unstillbare Sehnsucht.
Immerhin glättet Meyer seine narrativen Brüche so weit, dass er sie thematisiert und die Figuren sich darüber wundern, dass sie erst so und dann so empfinden. Wirklich genügen kann dies nicht.
Nicht Neues also auf Planet Meyer.


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