31.08.2010

Metakognition

Die beiden Links funktionieren nicht mehr, da das Online-Journal aus dem Netz genommen worden ist.

Ein weiteres kleines Bausteinchen der Kognitionspsychologie: die Metakognition. Auch zu dieser habe ich immer mal wieder gesammelt. Die Theorie, nicht vollständig journalistisch unterspült, hier: Metakognition: ein zentrales Element von Softskills.
Wer mich kennt, wird schon vom Titel her wissen, dass ich lästern werde. Softskills und diese ganze moderne Rhetorik sind doch nur pöhmische Dörfer.

Analogien

Leider funktionieren die Links nicht mehr, da das online-Journal ganz aus dem Netz genommen wurde.

Analogien sind ein Werkzeug des Denkens. Ich habe mich schon öfter mit ihnen beschäftigt. Besonders wichtig ist mein Aufsatz über die Metaphern. Seit 2007, das ist das Jahr, in dem ich mich mit Stanley Schachter und Luc Ciompi eingehender beschäftigt habe, änderte sich auch mein ganzer Blick auf Piaget. Hier ist eigentlich noch nichts Festes entstanden, außer kleinen Gedankenkeimen. Einen solchen habe ich jetzt ausgearbeitet, hier: Analogien - gut für Problemlösen, Kreativität und Humor.
Wie immer werde ich jetzt Folgeartikel versprechen, und natürlich kein Versprechen einhalten. Ihr kennt mich.

Sandkasten bei Google

Das habe ich gestern gelernt: Google hat eine Sandbox.
Alle frischen Seiten werden bei Google erstmal ein paar Tage (meiner Erfahrung nach circa zwei) aus dem Suchsystem rausgenommen und auf Relevanz geprüft. Erst dann werden sie wieder eingestellt. Ich war neulich so stolz, als ich mich mit einem Thema beschäftigt habe, das mir seit langer Zeit abhanden gekommen ist, dem menschlichen Immunsystem. Für alle, die es noch nicht wissen: in Folge meines Biologieunterrichts in der Oberstufe habe ich mich mit Phänomenen wie Aids und multiple Sklerose beschäftigt. Das habe ich noch eine ganze Zeit lang durchgehalten und mich eigentlich für alles, was biologisch war, interessiert. Irgendwie war ich dann auch zu Giften und ihrer Verwendung in der Medizin gekommen.
Nun habe ich am Samstag einen ganz frischen Artikel über die medizinische Nutzung der Sekrete von Fröschen gelesen und für suite101 einen knappen (und etwas oberflächlichen) Artikel dazu verfasst (Neue Antibiotika - was Forscher vom Frosch lernen). Zunächst stand der ganz weit oben, dann war er plötzlich weg. Etwas irritiert fragte ich meine Kollegen von suite101 und die erzählten mir dann von der Sandbox.

Buddhistischer Mönch im Steingarten der Kommunikation

Immer mal wieder habe ich euch mit dem Gedanken überfallen, dass Kommunikation sinnlos sei. Richtig klären konnte ich das nicht. Laut Luhmann operieren sowohl Bewusstseinssysteme als auch Kommunikationssysteme mit Sinn. Ich hatte mich von der Grammatiktheorie auf den Gedanken zubewegt, dass Kommunikation, ähnlich wie die Grammatik ein Sinneinschränkungsangebot sei. Kommunikation operiert also nicht im Medium des Sinns, sondern stabilisiert sich anhand von Erwartungen in sinnlosen Mustern, die dann, wenn sie auf Bewusstseinssysteme treffen, Sinn machen.
Nun hatte ich euch neulich erzählt, dass ich den guten Jurij Lotman lese. Der schrieb folgendes:
"Ein drittes Beispiel ist der japanische buddhistische Mönch, der einen »Steingarten« betrachtet. Ein solcher Garten besteht aus einer relativ kleinen Schotterfläche, auf der die Steine in einem komplexen mathematischen Rhythmus angeordnet sind. Das Betrachten des komplexen Musters dieser Schottersteine soll eine bestimmte Stimmung erzeugen, die den Blick nach innen fördert."
Seite 37
und etwas später:
"Verschiedenartige rhythmische Reihen - von der musikalischen Wiederholung bis zum sich wiederholenden Ornament -, die über klar ausgeprägte syntagmatische Bauprinzipien verfügen, aber keine eigene semantische Bedeutung haben, können als äußere Kodes auftreten, unter deren Einfluss eine sprachliche Mitteilung umgebildet wird. Damit das System funktioniert, müssen allerdings zwei verschiedene Elemente zusammentreffen und aufeinander einwirken: eine Mitteilung in einer semantische Sprache und ein von außen eindringender rein syntagmatischer Code. Nur durch die Verbindung dieser Elemente entsteht jenes kommunikative System, das man die Sprache Ich-Ich nennen kann."
Seite 37f.
Sind wir alle solch buddhistische Mönche, die im Steingarten der Kommunikation auf Wiedergeburt hoffen? So lasst uns denn ein Bonsaibäumchen pflanzen? Und ist Schotterfläche nicht genau die passende Metapher für die neoliberale Gesellschaft?
Ich geh dann erstmal frühstücken, gelle ... vielleicht habe ich noch etwas Bambusmarmelade für meine Nirvanabrötchen. Sonst tut's auch der übliche Käse.

30.08.2010

Emotionale Kompetenz

Seit ich zum ersten Mal den Begriff der emotionalen Intelligenz gehört habe, schaudere ich vor ihm zurück. Eine Modewort, ein dummes Wort. Weiter oben habe ich knapp die Theorie von Plutchik vorgestellt, und, wie der Leser an den kritischen Einwänden von Lucia sieht, zu kurz und zu oberflächlich diskutiert. Psychologische Modelle sind nicht ideologiefrei. Man sehe sich nur die Maslowsche Bedürfnispyramide an, die eine unschöne Nähe zu neoliberalistischen und teilweise auch sexistischen Fantasien aufweist.
Wie dem auch sei. Ein nächster einführender Artikel zu Plutchik steht hier. Lucia mag ein scharfes Auge darauf werfen. Man mag ja feministische Literatur gelesen haben, wie man will. Frei von Sexismen zu sein ist wohl ein Zustand, den ich mir nicht zuschreiben werde. (Nein, ich bin nicht zu streng mit mir, falls jetzt wieder besorgte e-mails durch den elektronischen Raum flattern.)

Denkpraxis und Mathematik

Als ich als Dozent bei AKLEB anfing, wusste ich noch nicht so genau, was auf mich zukommt. Ich hatte mich einfach gefreut, mal wieder einen über längere Zeit laufenden Kurs mitzugestalten. Natürlich kam alles überraschend anders. Ich hatte ja schon immer einen gewissen Hang zu Naturwissenschaften, nicht nur durch meinen Mathematikleistungskurs in der Oberstufe und den ganz hervorragenden Dr. Mahler, der zugleich unser Klassenlehrer war. Auch während meiner Lehre zum Kommunikationselektroniker hatte ich teilweise hervorragende Lehrer. Zwar neigte mein dortiger Mathematiklehrer zu alkoholbedingtem Nuscheln, doch selbst in diesem Zustand konnte er noch Mathematik.
Die Ingenieure, die bei AKLEB eine fundierte pädagogische Ausbildung zum Unterrichten in Schulen bekommen, haben meine langjährigen Ausflüge in die Kognitionswissenschaften erneut in ganz andere Bahnen gelenkt. Genauer gesagt musste ich feststellen, dass mein Mathematikverständnis schwächelt. Und so habe ich mich wieder mal um ein Thema bereichert.
Liebe Blogleser! Eines sage ich euch gleich: falls ihr mit Mathematik nichts am Hut habt, dann werdet ihr in den nächsten Jahren einiges hier nicht lesen wollen. Vielleicht beruhigt es euch aber, dass ich viele Artikel nach suite101 auslagern werde. Der erste, zum mathematischen Modellieren, steht seit einer halben Stunde online.
Nicht zuletzt muss ich aber all den Ingenieurinnen und Ingenieuren, Diplom-Physikern, Diplom-Chemikern und Diplom-Informatikern danken, die von der fachlichen Seite aus mit mir die pädagogische Umsetzung diskutiert haben. Ich habe schon lange nicht mehr so viele wertvolle Denkimpulse gewonnen, wie im letzten halben Jahr.

29.08.2010

„Alle Juden teilen ein bestimmtes Gen, ...

Basken haben bestimmte Gene, die sie von anderen unterscheiden.“ Dieser Satz, den der umstrittene Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin im großen Sonntagsgespräch mit der Berliner Morgenpost geäußert hatte, hat erneut für einen Sturm der Empörung gesorgt. Selbst Bundeskanzlerin Angela Merkel schaltete sich in die Diskussion ein. FDP-Chef Guido Westerwelle und der Zentralrat der Juden warfen Sarrazin vor, Rassismus, Antisemitismus und Hass zu schüren."
Ich werfe Sarrazin nicht vor, Hass und dergleichen zu schüren. Für mich ist dieser Mann einfach nur komplett bescheuert.
Und im Ernst: Ist das wirklich die einzige Kritik an Sarrazin? Dass er Hass schürt? Sind seine Ansichten in Zeiten, in denen Begriffe wie Neuroplastizität und Genexpression zur Allgemeinbildung gehören, nicht grottenpeinlich, weil steinzeitmäßig?

28.08.2010

So müssen Dialoge sein

Nämlich so, wie Olaf Ittenbach sie in seinem Low-Budget-Splatter-Film "Legion" inszeniert. Welche Trottel bezeichnen diesen Film übrigens als schlecht? Alleine wegen der Dialoge muss man diesen Film lieben. Ok, vielleicht muss man diesen Film nur wegen seiner Dialoge lieben.
Folgende Unterhaltung entspinnt sich zwischen den beiden Protagonisten Luke und Will zu Beginn des Films. Dabei ist Luke ziemlich bekifft.
W: (informierend) Der Karte nach sind's nur vierzig Meilen bis Rich Crest, also können wir Joe rechtzeitig an der Tankstelle treffen und müssen uns nicht beeilen.
L: (fröhlich) Ich habe ihn eine Ewigkeit nicht gesehen. Raucht er immer noch seinen Joint?
W: Nein! Er hat damit aufgehört.
L: Siehst du! Ich wusste immer schon, dass er ein Looser ist.
W: (leicht entnervt) Im Gegensatz zu dir.
L: Keine Ahnung. (philosophisch) Ich war irgendwie nicht ich. (Pause. ernsthaft) Ey, Willi. Weißt du, worüber ich mich wundere, (Pause) seit meiner Kindheit?
W: (ironisch) Nein! Aber du wirst es mir verraten. (wartet, entnervt) Was ist es?>
L: (leicht überheblich) Ach, vergiss es. Ist doch völlig unwichtig.
W: (verärgert) Und wieso hast du's erwähnt?
L: (leicht überheblich) Ich hab überhaupt nichts erwähnt.
W: (ruhiger) Natürlich hast du was erwähnt.
L: (besserwisserisch) Und warum sollte ich das?
W: (verärgert) Das weiß ich doch nicht.
L: (selbstzufrieden) Weißt du, wenn du nichts weißt, dann ist da auch nichts.
W: (genervt) Ich würd' ja nicht fragen, wenn ich wüsste, was es war. Berichtige mich, wenn ich falsch liege, aber du wolltest mir etwas erzählen, was dich seit deiner Kindheit beschäftigt, aber du hast nicht erzählt, was es war, also: bin ich bescheuert?
L: (gleichgültig) Ja, bescheuert!
W: (streng) Hör zu Luke, wenn du so stoned bist, dass du vergisst, was du vor zwei Minuten gesagt hast, oder noch vor einer, dann tust du mir wirklich leid.
L: (überlegen) Na schön! (rückt näher heran) Ich sag's dir.
W: (sarkastisch) Toll! Dann lass mal hören. (Pause)
L: (geheimnistuerisch) Ich wollte schon immer mal wissen, was ist die Mumu? (Pause, verträumt und freudig) Ja, weißt du, sie ist schön warm, und hübsch ist sie und muschelweich, wie (kurze, affektierte Pause) Mumu.
W: (sarkastisch) Ach, Doktor, ich kapier das nicht.
L: (ernsthaft, nachdenklich) Will! Denkst du, dass wir alle früher eine Mumu (Pause) hatten? Oder hatten wir einen Pipi? Oder verwandelte sich die Mumu in einen Pipi? (lebhafter) Oder fiel der Pipi ab und wurde zur Mumu? (freudig) Siehst du, das ergibt überhaupt keinen Sinn! Das ergibt überhaupt keine Reihenfolge in der biologischen Sexualkette!
W: (entnervt) Luke, wovon redest du überhaupt? (Pause)
L: (ernsthaft) Das ist alles!

27.08.2010

Guter Blog: Damian Duchamp

Zufällig bin ich wieder einmal über einen guten Blog gestolpert. Den von Damian Duchamp.
Kluge und kritische Bemerkungen zur Schule, insbesondere dem Lernen mit neuen Medien und den aktuellen Anforderungen an die Lehrer. Die, aber lest es selbst, teilweise kontrastiv zu dem stehen, was Lehrern an Unterrichtsmöglichkeiten geboten wird: nicht nur Eltern machen häufig die Lehrer zu Sündenböcken, die strukturelle Spannung in der Schulorganisation und im Bildungssystem wird gerne mal bei den Lehrern belassen. Politiker streuen sich einfach keine Asche auf's Haupt.


Mangel an naturwissenschaftlichen Lehrern

Auch das ist ein Thema, das mich sehr beschäftigt.
Auf Suite101 habe ich das ausführlicher dokumentiert. Hier der Artikel.


21.08.2010

Modellieren

Da ich den Begriff des Modellierens mittlerweile für sehr wichtig halte, bekommt dieser eine eigene Kategorie. Problematisch dürfte eine Abgrenzung zur Grammatik und zu den Textmustern werden. Früher habe ich, wenn es um Modelle ging, diese unter der Kategorie Textmuster laufen lassen.

Ein zentraler (und wesentlich älterer) Meilenstein in meiner Diskussion von Modellierungskompetenzen finden sich HIER. Deutlich wird in diesem Text, dass Modellieren (in diesem Fall: Erzählen) nicht nur in Naturwissenschaften wichtig ist und auch nicht immer wissenschaftlich, sondern einfach auch ganz alltäglich ablaufen kann.



Mathematisches Modellieren

Im Moment beschäftige ich mich mit dem mathematischen Modellieren. Übrigens mal wieder.
Aus zahlreichen Gründen ist dieses Gebiet sehr spannend. Es geht nicht nur um angewandte Mathematik, sondern auch um den Aufbau von Metakognitionen. So, wie ich die Fachliteratur der Mathematikdidaktik hier verstehe, unterrichten (zukünftige) Mathematiklehrer ihre Schüler nicht nur in Mathematik, sondern auch in den geistigen Prozessen, die dahinter stehen. Damit wird ein Teil des Mathematikunterrichts zum Psychologieunterricht.

Phasen des mathematischen Modellierens

Im Folgenden stelle ich knapp (und äußerst unvollständig) ein Modell (!) des mathematischen Modellierens vor.
1. Zunächst muss ein geeigneter, das heißt mathematisierbarer Ausschnitt aus der realen Welt gewählt werden.
2. Dieser Ausschnitt wird zunächst in ein so genanntes Realmodell umgesetzt. Dieses reale Modell ist nach der Anschauung gewonnen und bildet den Übergang zu dem nächsten Modell.
3. Meist ist dieses Modell kaum von dem Realmodell zu unterscheiden. Der Unterschied liegt oft darin, dass dieses Modell mit Maßen versehen ist. Wenn man zum Beispiel eine Volumenberechnung macht, dann ist das Realmodell eine Skizze dieses Volumens, und wird im dritten Schritt schlichtweg bemaßt.
Deutlicher unterscheidet sich das Realmodell von diesem so genannten mathematisierbaren Modell bei Kurvenberechnungen oder bei der Berechnung von Inhalten von kurvigen Objekten. Ein Beispiel dafür ist die mathematische Berechnung des Inhaltes eines Weizenbierglases. Bei der Modellierung muss eine relativ komplexe Gleichung erstellt werden, und hier werden auf das Realmodell (die "Silhouette" des Weizenbierglases) Scheitelpunkte und Neigungswinkel eingetragen.
Bei komplexen geometrischen Körpern ist es ähnlich. Hier werden zum Beispiel Winkel eingezeichnet, die teilweise aus der Bemaßung erst berechnet werden müssen.
4. Im vierten Schritt findet dann die eigentliche Mathematisierung statt. Aus dem mathematisierbaren Modell werden Formeln und Rechenschritte gewonnen, mit denen eine Lösung erzielt werden kann.
5. Im letzten Schritt wird dann die errechnete Lösung mit der Realität verglichen. Erst in diesem Augenblick wird zum Beispiel das Weizenbierglas mit Wasser gefüllt und dieses dann in einen Messbecher umgeschüttet.
Meist ist die mathematische Modellierung von zeitabhängigen Kurven komplexer als die von statischen, objekthaften Kurven. Das ist dann der nächste Schritt. Nachdem der Schüler neun oder zehn Inhalte von Weizenbiergläsern untersucht hat, kann er die Kurven berechnen, in denen er nach Hause wankt.

16.08.2010

Kinderlärm

Warum sich Menschen über lärmende Kinder aufregen, ist mir seit langem ein Rätsel. Immer wieder war ich überrascht und entnervt, wenn mal wieder ein Spielplatz oder eine Liegewiese juristisch umkämpft wurde. Sicher; nicht alles, was auf diesen geschieht, finde ich toll. Aber das liegt eher daran, dass Spielplätze und Liegewiesen nicht zum Zerdeppern von Flaschen und Abladeort für Hundek*** da sind.

Kinder dagegen sollten gerade solche Orte nutzen dürfen und selbst wenn es einen stört, sollte er doch Abstriche machen können und es den Kleinen gönnen. Schließlich ist ihr Freiraum eh schon verbaut genug. Zumindest in einer Großstadt.

Was ich auch nicht verstehen kann, sind die mehr oder weniger terroristisch anmutenden Erziehungstipps, die Mütter bekommen, wenn sie mit dem plärrenden Nachwuchs an der Supermarktkasse stehen.

Kleiner Tipp für die Zukunft: ich schneide dem Kind dann immer Grimassen. Schon hört der Lütte auf zu plärren und guckt, was der doofe Onkel Fredi da macht.

Die Emotionstheorie von Plutchik

Emotionen spielen in unserem Alltag eine wichtige Rolle. Auch der Begriff der emotionalen Intelligenz ist in aller Munde. Neben den durchaus wichtigen Alltagstheorien über Emotionen gibt es viele wissenschaftliche Ansätze. Einer davon soll hier vorgestellt werden.

Acht grundlegende Emotionen

Der amerikanische Psychologe Robert Plutchik hat zwei grundlegende Bewegungsrichtungen bei den Emotionen unterschieden: eine verbindende und eine trennende. Über diese erste Unterscheidung kommt er zu acht Basisemotionen.
Die vier verbindenden Basisemotionen sind Freude, Vertrauen, Überraschung und Erwartung.
Die vier trennenden Basisemotionen sind Furcht, Trauer, Ekel und Ärger.

Intensität und Kombination der Emotionen

Diese acht Formen der Emotion existieren in unterschiedlicher Intensität und können sich miteinander kombinieren.
Für die unterschiedliche Intensität der verschiedenen Emotionen seien hier zwei Beispiele genannt. Nehmen wir zum Beispiel Freude. Bei einer hohen Intensität nennen wir den Ausdruck von Freude Ekstase. Bei einer niedrigen Intensität nennen wir dies Freudigkeit, Gelassenheit oder Fröhlichkeit.
Ähnlich ist es zum Beispiel beim Ärger. In einer hohen Intensität erscheint dieser als Zorn oder Wut, bei einer niedrigen Intensität als Feindseligkeit oder Verärgerung.
Kombinieren sich zwei Emotionen, entstehen neue, abgeleitete Gefühle. So nennt Plutchik die Verbindung von Freude und Vertrauen Liebe. Kombinieren sich zum Beispiel Vertrauen und Überraschung, entsteht Neugier. Zynismus wiederum sei, so Plutchik, eine Mischung aus Ekel und Erwartung.

Kann man Emotionen lernen?

Eine der wichtigsten Erkenntnisse in der Emotionstheorie allerdings ist, dass es zwar elementare Gefühle gibt, dass man aber lernt, wann man sie hat. Das heißt, man kann durchaus ein Gefühl verlernen oder erlernen. Dabei allerdings sollte man vorsichtig sein, denn zunächst denkt man, dass es sinnvoll ist, negative Emotionen aus seinem Leben zu verbannen. Es gibt aber äußerst sinnvolle Ableitungen von schlechten Gefühlen.
So ist eine "verfeinerte" Version der Angst die Fähigkeit, sich von etwas zu distanzieren, zum Beispiel von anderen Meinungen. Plutchik sieht den Ursprung der Angst in der Funktion, sich in Sicherheit zu bringen. Dies geschieht durch eine Flucht. Dieses Moment der Flucht steckt auch hinter der Distanzierung von fremden Meinungen.
In solchen sehr erwachsenen Verhaltensweisen steckt natürlich die ganze persönliche Geschichte der Gefühle mit drin. In der Distanzierung spielen noch andere Gefühlserfahrungen eine Rolle. Häufig "zerstört" man auch diese anderen Meinung, sei es durch offene Kritik, sei es durch verächtlichem Gedanken. Dies kann man wiederum auf die Grundemotion des Ärgers zurückführen.
Von dem Standpunkt der Gefühle aus leisten Gedanken und Handlungen mehrererlei. Zunächst einmal sind es die Elemente, an die sich Gefühle binden können. Zudem mischen sich die Grundgefühle in den Gedanken und Handlungen und können in unterschiedlicher Intensität ausgedrückt werden. Schließlich verfeinert eine reiche Gedankenwelt die Emotionen, bis zu dem Moment, in dem sie gar nicht mehr für uns wahrnehmbar sind.
So kann man abschließend sagen, dass die Grundemotionen zwar angeboren sind, deren Intensität, Mischung und Verfeinerung aber erlernt werden. Zudem erlernen Menschen auch, in welchen Situationen sie welche Gefühle bevorzugen.

Überlebensstrategien

Plutchik hat die Emotionen in der Evolution verankert. Er postuliert fünf wichtige Elemente, die jede Grundemotion ausmachen.
Das erste Element ist das Reizereignis. Damit ist ein Reiz gemeint, der aktuell vorliegt und mit dem besonderen Gefühl einhergeht. Das zweite Element ist die kognitive Einschätzung. Diese repräsentiert den aktuellen Zustand. Als drittes Element kommt die subjektive Reaktion dazu, die aus dem Grundgefühl besteht. Schließlich gibt es noch ein Verhalten, das durch die Emotion ausgelöst wird und eine evolutionäre Funktion. Mit dieser wird die Anpassungsleistung an die Umwelt bezeichnet.
Ärger zum Beispiel wird durch ein Hindernis ausgelöst. In Gedanken wird dieses Hindernis als Feind bewertet (kognitive Einschätzung). Das dazugehörige Verhalten ist der Angriff und evolutionäre Funktion besteht in der Zerstörung eines Hindernisses.
Die Trauer begleitet den Verlust eines wertvollen Objekts. In diesem Fall stehen sich allerdings die kognitive Einschätzung und das Verhalten entgegen. Die kognitive Einschätzung ist, dass man das Objekt aufgeben sollte, während das Verhalten jemanden ruft. Dieser jemand ist entweder das verlorene Objekt selbst, oder jemand, der einem dabei hilft, dieses verlorene Objekt wiederzuerlangen.

Wie geht man mit Emotionen um?

Eine der wichtigsten Erkenntnisse ist, dass man möglichst viele Handlungen kennen sollte. Zudem ist eine umfassende Bildung wichtig, um viele verschiedene Gedanken entwickeln zu können. Das klassische Lernen ist also ebenso notwendig für eine reiche Gefühlswelt, wie die praktischen Tätigkeiten.
Eine weitere wichtige Erkenntnis ist, dass Gefühle in jedem Gedanken und jeder Handlung enthalten sind, aber nicht offen daliegen. Man kann sie jedoch aus dem Bewegungsimpuls erschließen. Um dies gut zu können, ist eine hohe Bewusstheit des eigenen Denkens und eine sensible Reflexion des eigenen Handelns nötig.
Eine dritte Möglichkeit besteht darin, auf eine emotional besetzte Situation andere Gefühle auszuprobieren. So kann man zum Beispiel einen Menschen, auf den man ärgerlich ist, mit einem Gefühl der Überraschung "besetzen". Gelingt dies, ersetzt man nämlich den Impuls zur Zerstörung durch einen Impuls, sich neu zu orientieren. Dadurch können aus einer Situation neue Einsichten entstehen. Bei dieser dritten Möglichkeit gibt es allerdings nicht darum, sich emotional umzupolen, sondern ausschließlich darum, durch andere Gefühle eine andere Sichtweise auf eine bestimmte Situation zu erproben.

Emotionale Kompetenz

Folgt man den Gedankengängen von Plutchik, dann gibt es keine emotionale Intelligenz. Diese müsste nämlich angeboren sein. Stattdessen kann man von einer emotionalen Kompetenz reden. Diese kann erlernt werden, wenn auch nur auf dem indirekten Weg der wissenschaftlichen, kulturellen und praktischen Bildung.

15.08.2010

Blog-Marathon

Ich befinde mich viel zu selten im Internet. Gerade lese und erfahre ich, dass es seit dem 29.07 einen Blogger-Marathon gibt, der - leider! - mit nur 97 Blogs auskommen muss. Hier bekommt ihr sie alle auf einen Blick: Blogger-Marathon-Teilnehmer.

Insgesamt eine sehr schöne Idee, nur leider eben wenig genutzt. Das zeigt aber auch, wie wenig sich Blogger untereinander verlinken. Auch ich muss mich dazu rechnen. Ich verspreche aber Besserung.

10.08.2010

Zoltan Gal

Ab und zu, ganz selten, viel zu selten, schreibe ich auch mal was über Kunst.

Den Lesern wird nicht entgangen sein (hoffe ich), dass sich mal wieder jemand meinem Blog angeschlossen hat, ein Maler mit Namen Zoltan Gal. Er führt selbst einen Blog, in dem er seine Kunstwerke präsentiert.

Normalerweise bin ich von dem modernen Tafelgemälde nicht so angetan. Zu gewollt, zu maniriert, oft zu ästhetisiert und deshalb ausdruckslos. Installationen finde ich sehr viel spannender. Die Bilder von Gal jedoch haben etwas. Da kann noch jemand malen und produziert nicht nur snobistisches Handwerk.

06.08.2010

Plurales Lesen

Lotman spricht davon, dass zunächst ein Text vorhanden ist und dann seine Sprache rekonstruiert wird. Er spricht dann allerdings von Bruchstücken einer fremden Kultur, Text in einer unbekannten Sprache oder aus dem Kontext gerissene Fragmente von Kunstwerken oder Werkzeugen materieller Natur. So weit bleibt Lotman im gewöhnlichen Rahmen.

Dann aber kommt er auf innovative Kunstwerke zu sprechen, die in einer unbekannten Sprache geschrieben seien. Diese müssen die Adressaten erst rekonstruieren und sich aneignen. Lotman bezeichnet dies als »Selbstschulung« des Adressaten (Lotman, Jurij: Die Innenwelt des Denkens, S. 25f.).

Tatsächlich muss man aber sagen, dass jeglicher Text und jegliche Äußerung als solche vielfältig rekonstruiert werden kann; selbst die banalste Äußerung ist einem pluralen Lesen zugänglich.

Modelle dienen dazu, dieses plurale Lesen zu ermöglichen.

Aus den Äußerungen von Lotman kann man folgern (und da bin ich sehr dafür), dass Modelle zunächst (und wahrscheinlich immer) der Selbstschulung dienen. Modelle sind Anleitungen zur Metakognition.

 

Komponenten der metakognitiven Kompetenz

1. Metakognitives Wissen, beziehungsweise metakognitive Bewusstheit: was Menschen über sich selbst und andere Menschen als kognitive Verarbeiter wissen;

2. Metakognitive Regulationen: bezeichnet das Regulieren und Kontrollieren von Kognitionen und Lernerfahrungen durch eine Reihe von Aktivitäten, die dem Menschen helfen zu lernen;

3. Metakognitive Erfahrung: bezeichnen Reflexionen, die auf die aktuellen kognitiven Bemühungen gerichtet sind.

Ziel der metakognitiven Kompetenz ist die Fähigkeit, das richtige Werkzeug für die richtige Arbeit auszuwählen, das heißt die Fähigkeit, die richtigen Lernstrategien effektiv und zielorientiert zu nutzen.

 

Lotman geht davon aus, dass diese Selbstschulung nur deshalb möglich sei, weil an einer Sprache, selbst einer extrem individualisierten Sprache, nicht alles individuell sei. Darin sieht er den Einstieg in den Sinngehalt einer Sprache.

Ich würde dies anders ausdrücken: weil alles, was ich wahrnehme, in Form von Mustern (oder kognitiven Fertigkeiten) existiert, liegt die Grundbedingung der Selbstschulung darin, dass ich in Mustern wahrnehme und in Mustern interpretiere.

Selbstschulung bedeutet, in fremde Muster einzudringen, um eigene Muster aufzubauen. Lapidar sagt Luhmann, dass man fremde Komplexität nutze, um eigene Komplexität aufzubauen.

Intellekt

"Zum Funktionieren des Intellekts braucht es einen anderen Intellekt."

Wygotski: "Ursprünglich war jede höhere Funktion von […] zwei Menschen geteilt, sie war ein gemeinsamer psychologischer Prozess."

"Der Intellekt steht immer im Dialog."

Lotman, Jurij: Die Innenwelt des Denkens, S. 11

Auch dies ist ein Grund, warum intellektuelle Prozesse in sich asymmetrisch verlaufen (müssten). Während mir meine Denkinhalte fraglos gegeben sind, muss ich die Denkinhalte eines anderen Menschen erschließen. Sind höhere psychologische Funktionen Abkömmlinge des Dialogs, müsste sich die Polarität zwischen automatischem Erkennen und prozessualem Erschließen darin abbilden.

Was natürlich zu überprüfen wäre!

Immanente Übersetzung

Bei Lotman findet sich eine seltsame Bemerkung:

"Dabei hat sich gezeigt, dass die kleinste funktionierende semiotische Struktur nicht eine künstlich isolierte Sprache oder ein Text in einer solchen Sprache ist, sondern ein paralleles Paar ineinander nicht übersetzbarer, aber dennoch durch den »Flaschenzug« einer Übersetzung verbundener Sprachen. Ein solcher Mechanismus ist die kleinste Keimzelle, aus der sich neue Mitteilungen generieren."

(Seite 10)

Jede bedeutungstragende Einheit besteht also nicht aus einer Sprache, sondern immer aus zweien.

Wenn Lotman sagt, dass diese doppelte Sprache (plus einer losen Übersetzung) auch die kleinste Einheit eines semiotischen Objekts sei, so führt er den Bruch und die Vagheit mitten durch die Kultur (Vergiss nicht, dass du der Kern eines Bruches ist!).

Weiters spricht Lotman in diesem Zusammenhang von einer "bipolaren Asymmetrie semiotischer Mechanismen" (Seite 11).

Hier und an anderen Stellen formuliere ich im Moment zwischen Lotman und Anderson (Kognitive Psychologie) hin und her. Anderson schreibt, dass neues (deklaratives) Wissen durch bereits vorhandene Prozeduren (prozedurales Wissen) interpretiert und in "sinnvolle" Handlungen übersetzt werde.

Die Parallele zu Lotman dürfte klar sein: das Erlernen von Wissen besteht wie das semiotische Objekt Lotmans aus zwei Polen. Beide Autoren unterstreichen in diesem Zusammenhang den konstruktiven Charakter von Lernen und Interpretation, und verweisen hier auf eine immanente "Unklarheit".

Jurij Lotman

Gerade lese ich Die Innenwelt des Denkens von Jurij Lotman. Ein schönes Buch!

Ich habe mir, um nicht ständig mein Headset aufzuhaben, ein Tischmikrophon gekauft, in das ich alle meine Gedanken beim Lesen hineinplappere. Da ich das seit Tagen mache, hat sich mittlerweile ein ziemlicher Berg an Notizen angehäuft, die ich noch in meinen Zettelkasten packen muss. Der Zettelkasten ist leider in irgendeiner Weise inkompatibel mit meinem Spracherkennungsprogramm. Allzu häufig werden Wörter falsch erkannt oder mit doppeltem Anfangsbuchstaben eingeschrieben.

Außerdem habe ich mir noch zwei weitere Bücher gekauft, einmal Schriften von Helmut Plessner aus der Gesamtausgabe, und zwar den Band, in dem sein berühmter Aufsatz über Lachen und Weinen enthalten ist; und dann habe ich mir Die Ästhetik des Wortes von Michail Bachtin zugelegt. Auch dort findet sich eine Passage zur Lachkultur bei Gogol, den ich dann vermutlich auch mal wieder lesen muss.

Ich komme nicht zum Ausformulieren längerer Artikel, obwohl ich in den letzten vier Monaten so viel neues Material eingearbeitet habe, dass es für zahlreiche und auch recht unterschiedliche Themen reichen würde. So werde ich einiges an Anmerkungen und Zitaten in den Blog stellen.

02.08.2010

Es ist passiert

Ich habe das Design meines Bloges (ihr seht es!) radikal umgestellt.

Den ganzen Tag habe ich an verschiedenen, kleinen Themen gebastelt. Insbesondere bin ich wieder bei den Schreibkompetenzen. Drollig, dass bisher niemand diese Kompetenzen ausformuliert und auf eine kognitionspsychologische Basis gestellt hat, zumindest in Deutschland. Allerdings ist die Arbeit auch mühsam.

Zwischendrin und seit mehreren Tagen tilge ich die ganzen Rechtschreibfehler in meinem Zettelkasten. Der Zettelkasten von Daniel Lüdecke ist mittlerweile ganz großartig. Vor allem die Schreibtischfunktion ist für jeden Autor wissenschaftlicher und auch kreativer Texte zu empfehlen.

01.08.2010

Stranger than fiction

Dieser ganz bezaubernde Film wurde von Marc Forster gedreht, der auch bei Ein Quantum Trost Regisseur war. Will Farrell spielt einen Steuerbeamten, der merkt, dass sein Leben von einer fremden Frau geschrieben wird, einer Schriftstellerin, die ihn am Ende ihres Romans umkommen lassen will. Er macht sich auf die Suche nach dieser Frau, findet sie, stellt fest, dass dieser Roman, der Roman über sein eigenes Leben (und Sterben), das Schönste ist, was er jemals gelesen hat und überredet die Schriftstellerin dazu, ihn sterben zu lassen (im Roman und im wirklichen Leben).

Sie werden wissen, wie dieser Film ausgeht.

Was mir so wichtig an diesem Film ist, ist diese wunderbare Vermischung der verschiedenen Ebenen, die eine Erzählung ausmachen. Und gerade weil dieser Film diese Ebenen so gut vermischt, macht er sie so deutlich. So ist Stranger than fiction nicht nur eine ganz bezaubernde Fast-Komödie, sondern auch ein Lehrstück über Erzähltechniken.

In vielen Filmen spielt die so genannte Falken-Theorie eine wichtige Rolle. Der Falke ist eine Metonymie für das Dingsymbol, einem zentralen Gegenstand, der das Problem der Geschichte symbolisiert. Ein solcher "Falke" ist in diesem Film ein Apfel. Dieser Apfel wird als der Auslöser eingeführt, wodurch der Hauptdarsteller später stirbt. Doch gerade zum Schluss wird er ersetzt, und statt seinem Apfel hinterherzulaufen, rettet der Hauptdarsteller einen Jungen vor dem Überfahren-werden. Ist der Apfel ein Symbol für ein Problem, so ist der Junge eine Metapher für die Lösung.

Hier zeigt sich, wie der Autor in seine Erzählungen eingreift und sich mit diesen vermischt, untergründig und oft unerkannt. Die Autorin (wunderbar gespielt von Emma Thompson) sieht diesen Apfel, sie sieht ihn auf die Straße rollen, sie beschreibt, zuvor, wie der Protagonist jeden Morgen, zwanghaft, diese Art von Apfel isst, und bis zum Schluss weiß weder sie noch der Zuschauer, wie diese Geschichte enden soll. Im Apfel drückt sich also die Notwendigkeit des Todes aus. Zum Schluss, und das zeichnet diesen Film dann doch als Komödie aus, wird der Tod verdrängt, durch eine Metapher.

Zu diesem Satz wäre einiges zu sagen. Die Metapher ist nicht, wie uns das die heutige Vulgärliteratur über Metaphern glauben machen möchte, ein Verbildlichen, sondern eine Verdrängung, ein Ungeschehenmachen des Todes. In diesem Fall, also im Falle des Films Stranger than fiction, ist das sogar wortwörtlich zu nehmen. Häufiger jedoch ist eine Metapher tatsächlich eine Blockade eines "kleinen Todes", also einer Veränderung, einem Bruch in der Identität. Die Metapher verpfropft, so liest man bei Lacan, das Ende/Entweichen eines Symptoms. Stranger than fiction ist mehr als nur eine romantische Komödie: es ist eine Allegorie auf die Wirksamkeit von Metaphern.

Hatte ich schon erzählt, dass ich diesen Film liebe? Zu dumm, dass ich ihn erst heute entdeckt habe (und wieder einmal vielen Dank an meine Videothekarin, die mir mit großer Treffsicherheit die allerschönsten Filme aussucht).