27.01.2009

Am Vorabend des Weltwirtschaftsgipfels

Morgen findet das Weltwirtschaftsforum in Davos statt. Schon letztes Jahr ging es dort turbulent zu.
Welche Hoffnungen man in das Weltwirtschaftsforum setzen darf? Wohl kaum welche, wenn man arm ist. Die Aktienmärkte jedenfalls scheinen sich nach den Turbulenzen im Herbst zu erholen. Jubeln kann man als kleiner Mann (und kleine Frau) darüber nicht.
Aktien sind Gewinnanteile an der Mehrwertproduktion für Menschen, die nicht im mindesten dafür arbeiten. Wenn schon Aktien, dann müsste es ein Vorzugsrecht für die Mitarbeiter beim Kauf geben, damit diese an dem Gewinn der Firma beteiligt werden und das Kapital nicht in fremde Hände übergeht. Aktien sind rein auf die Nutzung des Mehrwertes ausgerichtet, und über Fonds und Börsenwetten sogar auf die Kapitalproduktion der Kapitalproduktion.
Wenn ich eine Alternative zum kapitalistischen Wirtschaftssystem suche, fällt mir ehrlich gesagt keine ein. Die kommunistische Planwirtschaft hat kein leuchtendes Beispiel abgegeben, schon durch die ganze Bürokratie nicht. Aber dass dieser Kapitalismus nicht sein muss, dürfte doch den meisten Menschen klar sein.
Nun, ich bin, was Wirtschaft angeht, eher ein zartes Pflänzchen. Damit ihr meine tastenden Versuche miterleben dürfte, gibt es ab jetzt die Rubrik Kapitalismus. 
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