25.08.2011

Netter Zerriss

Eine Leiche, die zusammen mit ihrem obduzierenden Gerichtsmediziner den eigenen Mörder sucht, ist schon eine originelle Idee. Aber das ist auch das einzig Clevere in diesem Buch. Die Hauptfigur ist als kleiner ungebildeter Prolet gezeichnet, und der Leser wird behandelt, als wäre er genauso dumm. Jeder noch so kleine Witz, jeder Schatten einer Anspielung, jeder Hauch eines Wortspiels, alles wird doppelt und dreifach erklärt, damit auch wirklich der letze Idiot mitbekommt, dass nun der Anlass ist, die Mundwinkel zu heben. Nach dieser Obduktion der Pointe ist jede Komik tot.



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