17.06.2007

Nur eine Liebesgeschichte

Und wo wir bei Murakami sind:
Mein Arbeitstag heute ist recht dröge. Ich habe selten einen Anruf und dann auch keine lange Gespräche. Das muss heute wohl so sein. Geld lässt sich dabei nicht viel verdienen, aber zumindest kann man nebenher lesen.

Murakami natürlich.
Nachdem ich mir vier Romane bei Nico ausgeliehen habe, habe ich einen ziemlichen Lesedrang gehabt, geradezu einen Lesedurst. "Hard-boiled Wonderland" habe ich zuerst gelesen, dann "Kafka am Strand". Jetzt bin ich mit "Naokos Lächeln" fertig.
Alle drei Romane sind auf ihre jeweils sehr eigene Weise ganz zauberhaft.

Das war noch lange nicht alles.
Zwischendurch, in einem Schnelldurchlauf, Petra Hammesfahr gelesen. "Die Mutter". Schauderhafter Titel.
Der Stil von Hammesfahr interessiert mich nicht. Verzweifelten Frauen kann ich auch nicht so viel abgewinnen - jedenfalls nicht, wenn diese fiktiv sind, und ihre Verzweiflung wie das ursprünglichste weibliche Recht vor sich hertragen. Eigentlich ziemlich scheußlich sogar.

Einen Moment lang spiele ich mit dem Gedanken, eine Parodie auf dieses Buch zu schreiben. "Hammesfahr" hieße es, unter dem Pseudonym "Petra Mutter" veröffentlicht.
Dann fiel mir ein, dass Petra Hammesfahr nicht die Mutter des schlechten Psychothrillers ist, sondern allerhöchstens dessen verstoßene Base. Über so jemanden schreibt man keine Parodie.
Schade eigentlich.

Früher mochte ich Clive Barker sehr gerne.
Die Bücher des Blutes habe ich in meiner Pubertät mit langanhaltendem Gruseln gelesen. Jetzt das dritte Buch dieser Reihe gelesen. Nein!, das alles überzeugt mich nicht mehr. Nett, aber eigentlich sehr banal. Kein guter Stil.
Nun, man entwickelt sich eben weiter.
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