Seit drei Jahren schleiche ich um die Vorlesungen von Michel Foucault zur Geschichte der Gouvernementalität herum. Jetzt konnte ich nicht mehr und habe sie mir gekauft. Seit heute Mittag lese und kommentiere ich.











Was könnte mehr zur Wahrsagerei anregen als Sex?Häh?

W: (verärgert) Und wieso hast du's erwähnt?
L: (leicht überheblich) Ich hab überhaupt nichts erwähnt.
W: (ruhiger) Natürlich hast du was erwähnt.
L: (besserwisserisch) Und warum sollte ich das?
W: (verärgert) Das weiß ich doch nicht.
L: (selbstzufrieden) Weißt du, wenn du nichts weißt, dann ist da auch nichts.
(Das ganze Gespräch finden Sie hier!)


















Diese Kraft des Labyrinths ist die der ERZÄHLUNG: starke, glühende Narrativität → Eine vage, verschwommene Erzählung: fruchtbarer Boden für das Gedeihen von Symbolik (semiogen), während eine starke, sehr gut gegliederte Erzählung das Symbolische blockiert → Nötig wäre eine Abteilung der NARRATOLOGIE, die sich mit den differentiellen narrativen Intensitäten beschäftigen würde → Labyrinth (vgl. Detienne) = mythos = einzige Geschichte (ohne Verzweigung): absolut erinnerbar → Überschuss an Gedächtnis: lähmt, fasziniert, blockiert die metasprachliche Transformation - das, was Mannoni das »Verstehen« nennt → Labyrinth = nichts zu verstehen (lässt sich nicht resümieren).Es ist schade, dass ich dieses Zitat nicht schon früher kannte. Während meines Studiums habe ich meiner Professorin in Literaturwissenschaft eine Arbeit über Konsalik vorgeschlagen. Das führte zu einem recht entsetzten Gesicht. Tatsächlich war diese Arbeit aber gut und hat die Professorin überzeugt. Ich habe damals zum Arzt und zur Wunde geschrieben (und von dort her kommt unter anderem die Methode, Symbole in Texte hineinzukonstruieren, wie etwa bei Pans Labyrinth).Barthes, Roland: La Préparation du Roman, auf deutsch: Die Vorbereitung des Romans, Frankfurt am Main 2008, S. 200.


