13.04.2013

Handke, Proust und Wallace

Lange habe ich nicht mehr schreiben können. Ich habe im Krankenhaus gelegen mit einer etwas unangenehmen Sache. Heute bin ich zurückgekommen und fühle mich noch immer recht blümerant. 500 E-Mails habe ich aus meinem Postfach entfernt.

Während meines Aufenthalts habe ich Handkes Versuch über die Jukebox gelesen. Er fasziniert mich und lässt mich ein wenig ratlos, was er mit seinen Texten sagen will. Vielleicht tatsächlich gar nichts außer anregende Bilder, deren theoretischer Bezug bis zur Unkenntlichkeit weggetüncht ist.

Gelesen habe ich auch die ersten 100 Seiten von Proust Auf der Suche nach der verlorenen Zeit. Abgesehen davon, dass die Antibiotika mich dann so zermatscht haben, dass ich mich nicht mehr auf das Buch konzentrieren konnte, bringt es auch so viele wunderschöne Verbildlichung ins Spiel, dass ich diese etwas systematischer sammeln werde und sie (zusammen mit den ebenfalls sehr schönen Verbildlichungen aus Die Tote im See von Hammett) in mein Buch über die Verbildlichung einbauen werde.

Wallace habe ich gelesen Feuer im Schloss, das es hier kostenlos gibt. Allerdings kenne ich diese Ausgabe nicht. Ich habe noch die alte Goldmann-Ausgabe. Die Geschichte fand ich tadellos spannend. Ich hab dann versucht, den ganzen Plot auseinander zu bröseln und festgestellt, dass es wohl keinen Krimiautor gibt, dessen Geschichte durch und durch auf einer logischen Ableitung basiert.
Kommentar veröffentlichen