29.06.2009

Warten

Warten. Und warten.
Einen Vorteil hat die Situation allerdings eindeutig: ich lese gerade alles mögliche, wieder alles mögliche durcheinander, zwanzig Simenonbücher am Wochenende, Debords Gesellschaft des Spektakels, Niklas Luhmann zu Widerspruch, Konflikt und Immunsystem, Christoph Kalbs wundervolles Buch Desintegration, und so weiter und so fort.
Dabei entstehen eine ganze Menge spontan hingeschriebener Skizzen und Betrachtungen. Einiges davon löst gewisse Fragen, die ich in letzter Zeit aufgeworfen habe, zum Beispiel wie Gewalt als Ereignis der Interaktion darstellbar ist, also, welche Funktion Gewalt in der Struktur der Interaktion haben kann. Das werde ich auf jeden Fall noch mal ausführlicher darstellen, weil es meiner Ansicht nach ein sehr deutliches Licht auf die sozialstrukturelle Seite von Jugendgewalt, Gewalt in der Ehe, Mobbing, etc. werfen kann und bestimmte Gewaltphänomene überhaupt erst als Gewaltphänomene sichtbar macht. Wird Gewalt bisher als Einwirkung auf Menschen verstanden, so definiere ich nämlich mit Luhmann diese als eine bestimmte Strukturierung zwischen Systemen um, die nur in bestimmten Fällen als Gewalt gegen lebende Körper auftritt. Zudem können hier spezifische Entkopplungen zwischen Gewalt und Macht im politischen System ins Blickfeld geraten, die gerade den modernen Staat in arge Bedrängnis bringen. - So, jetzt komme ich schon wieder ins Plaudern und sage inhaltlich eigentlich garnichts. Demnächst also mehr.



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