06.02.2008

Der Krieg des Charlie Wilson

Am Montag habe ich mir im Kino Der Krieg des Charlie Wilson angesehen, ein ganz wundervolles Politmärchen mit einem großartig verlotterten Tom Hanks. Die Karte habe ich wieder über meine Kollegin Chris bekommen.
Charlie Wilson ist ein kleiner texanischer Abgeordneter im Repäsentantenhaus der USA; er kokst, und er hat gerne schöne Frauen um sich. Sein Spruch, was Frauen angeht, ist: Du kannst einer Frau alles beibringen, nur nicht, wie sie große Titten bekommt.
Nun, Charlie Wilson gerät etwas unfreiwillig an den Afghanistan-Konflikt: die Russen marschieren dort ein, und die USA ist entschlossen, etwas dagegen zu tun. Nur was sie dagegen tun möchte, weiß niemand so genau. Charlie Wilson dagegen hat eine einfache Strategie: man trete den Sch***-Kommunisten einfach in ihren kleinen, roten Hintern. Und so nimmt das Schicksal seinen Lauf: über diverse diplomatische Verwicklungen schafft Wilson es, die afghanischen Streitkräfte statt mit einem Etat von 5 Millionen Dollar mit 1 Milliarde Dollar auszustatten. Das Ergebnis ist bekannt: die Russen zogen sich aus Afghanistan zurück.
Charlie Wilson - der echte Charlie Wilson - gab zu dem Film übrigens folgenden Kommentar: Sie haben mich sehr nett behandelt. - Großer Gott, denkt man sich da, wenn Tom Hanks einen solch verlotterten Typen spielt, wie mag es da beim echten Charlie Wilson gewesen sein?
Jedenfalls ist der Film großartig. Nie schweift die Kamera ab. Man sieht einfach die ganze Brutalität des Krieges und trotzdem ist dieser Film auch eine ganz hervorragende Komödie; bitter und lustig zugleich eben.
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