06.09.2015

Wochenfrage, Didaktisches und Methodisches

Neben vielen anderen Sachen habe ich heute zum ersten Mal wieder Wochenfragen „korrigiert“. Wer noch nicht weiß, was das ist: hier ist eine Erklärung. 

Die Wochenfrage

Jede Woche bekommen meine Schüler (4.-6. Klasse) eine Wochenfrage, die sie schriftlich beantworten. Dafür gibt es einige Regeln, zum Beispiel einen formalen Aufbau, wie man ihn üblicherweise aus der Schule kennt. Ganz oben auf dem Blatt steht das Datum, die Wochenfrage wird selbstverständlich abgeschrieben. Zwischen der Frage und der Antwort muss eine Zeile freigelassen werden.
Die Antwort soll als vollständiger Fließtext verfasst werden. Das ist die erste Bedingung. Als Fließtext ist eine Norm gemeint, die schwer zu beschreiben ist: wichtig ist hierbei der Textzusammenhang und ein relativ einheitliches Thema, zu dem ein Beginn und ein Abschluss (sobald sich die Schreibfähigkeit der Kinder etwas gefestigt hat, erkläre ich das so: es muss einen Satz geben, mit dem du den Leser deines Textes willkommen heißt, und einen Satz, mit dem du ihn verabschiedest; und dann dürfen sich die Kinder verschiedene Texte mal anschauen und vergleichen, Nachrichtentexte, Kurzgeschichten, Märchen, usw.: meist fällt den Kindern dann von selbst etwas ein, was sie als Einstieg und als Abschluss nehmen können). 
Mir ist es wichtiger, dass die Kinder ein Gefühl für gute Texte bekommen, deshalb bin ich beim Fließtext relativ großzügig; kleinere und größere Probleme bespreche ich mit den Kindern persönlich. Auch das Wort vollständig ist nur vage beschreibbar. Hier schaue ich vor allem darauf, was die Kinder bereits an Textmustern mitbringen und gebe ihnen Hilfestellungen, wie sie diese differenzieren und ausbauen können.
Meine Wochenfrage der letzten Woche war:
Was war dein schönstes Ferienerlebnis?

Schreibplanung

Mindmap

Eine wichtige Sache bei der Wochenfrage ist die Schreibplanung. Hier führe ich eine Ideensammlung in Form einer Mindmap ein. Im Mittelpunkt steht das Thema, welches durch die Wochenfrage vorgegeben ist. Sobald diese Mindmap genügend beherrscht wird, werden am Schluss die wichtigen Einfälle durchnummeriert und dazu entsteht dann der Reihenfolge nach ein Text. Zu Beginn bin ich auch da mit den Kindern sehr großzügig. Einige haben doch recht große Probleme, zunächst ihre Gedanken frei fließen zu lassen. Hier helfe ich dann bei der Auswahl und gebe gelegentlich auch selber Ideen dazu (was man ja sonst bei einer Mindmap nicht tun sollte); die Kinder dürfen dabei aber auch einander helfen.
Dieser Arbeitsschritt, die Mindmap, ist für mich sehr wichtig, damit die Kinder sich vorher eine Idee davon machen, was sie schreiben wollen.

Nutzen der Mindmap

Hier ist die Mindmap auch sehr viel mehr, als einfach nur eine Kreativtechnik. Im Erstellen einer Mindmap liegen sämtliche Möglichkeiten, Probleme zu lösen (und wenn man sich damit auskennt, erkennt man, welche Strategien das Kind nutzt und kann diese gelegentlich erweitern, indem man Vorschläge macht); man übt mit ihr aber auch die Gliederung eines Themas, die Einteilung in Beispiele, Themenkomplexe oder die Aufteilung von Ober- und Unterbegriffe. Schließlich wird damit die Einbildungskraft strukturiert und ein Thema übersichtlich gemacht.

Schreibplanung unterrichten

Zu Beginn lasse ich die Kinder ganz ohne Planung schreiben. Das ist nicht einfach nur eine Bequemlichkeit, oder um den Stoff zu reduzieren, sondern auch, weil ich zu Beginn die Texte gerne in Rohform diagnostiziere: ich möchte wissen, was die Kinder an Mustern, Satzbaumustern, Textmuster, Wortfeldern, usw. mit sich bringen.
Meist reicht dazu ein Text, um einen ersten, guten Eindruck von den Fertigkeiten der Kinder zu bekommen.
Dann, nach der ersten Woche, erstelle zu Beginn einer Schreibstunde mit den Kindern zusammen eine Mindmap an der Tafel. Die stärkeren Schreiber nutzen diese Mindmap als Anregung, die schwächeren als Vorgabe. Die schwächeren Kinder ermutige ich aber immer dazu, auch ihre eigenen Ideen noch dazu zu schreiben.
In der letzten Klasse haben sich dann die Lernwege sehr unterschiedlich gestaltet. Einige der Kinder haben sich eine Idee von der Mindmap genommen und dazu geschrieben, anderen konnte ich den Trick mit der Nummerierung zeigen. Hier kam es immer darauf an, ob die Kinder gerne geschrieben haben.

Bewertung

Rückmeldung

Viel wichtiger als die Noten finde ich die Rückmeldung in schriftlicher Form. Hierbei rede ich das Kind direkt an, in Form eines kleinen Briefs. Ich zeige dem Kind einige Stärken und einige Schwächen seines Textes; so kann ich das Kind ermutigen, aber auch herausfordern. Gelegentlich gebe ich etwas umfassendere Tipps, wie man einen Text schöner gestalten kann. Heute habe ich einer Schülerin etwas länger erklärt, wie man eine Beschreibung poetischer machen kann und habe ihr einige zusammengesetzte Adjektive und einige schöne Vergleiche als Beispiele aufgeschrieben.
Die Rückmeldung ist mir auch noch aus einem anderen Grund wichtig. Manche Kinder lesen recht wenig, andere haben einen sehr einfachen Satzbau und wieder andere machen bestimmte Fehler recht häufig. Mit der Rückmeldung bringe ich die Kinder zum Lesen, weil sie die Rückmeldung lesen wollen (hier vertraue ich auf den Gruppenzwang: viele Kinder sind "heiß" auf diese Rückmeldung, also laufen die anderen Kinder mit); ich zeige ihnen aber auch andere Möglichkeiten, Sätze zu formulieren, gleichsam als "Vorbild"; schließlich zeige ich ihnen aber auch, wie bestimmte Wörter oder grammatische Phänomene richtig geschrieben, bzw. richtig verwendet werden. Diese „Korrektur“ mache ich nicht deutlich; sie geschieht implizit.

Noten

Ich gebe viele Noten, gelegentlich bis zu 16 Noten pro Text. Damit kann ich den Kindern eine Art Profil bieten und ihnen zeigen, woran sie arbeiten müssen und was sie schon gut können.
Dabei bin ich allerdings gerne strategisch. Wenn ich denke, dass ein Kind einen bestimmten Aspekt seines Schreibens erst mal zurückstellen sollte, weil es ihm sonst zu viel wird, was er beachten muss, dann bewerte ich das einfach einige Zeit nicht, bis sich bestimmte Fähigkeiten gut verbessert haben. Dazu gehört dann auch, dass Kinder, die überhaupt nicht schreiben mögen, gelegentlich nur zwei Noten bekommen, und dass dies immer sehr gute Noten sind.
Ich lenke die Kinder also mit den Noten relativ stark in eine bestimmte Richtung.

Gespräche

Ein drittes Standbein der Bewertung sind die Gespräche, die ich zum Teil im Klassenverband, zum Teil unter vier Augen führe. Einzelgespräche führe ich dann, wenn ich die Kinder nicht beschämen möchte, oder wenn ein Kind bereits eine so individuelle Ausdrucksweise hat, dass dies für die meisten anderen Kinder zu komplex werden würde (und ich habe tatsächlich einige Kinder dabei, die in der fünften und sechsten Klasse ganz hervorragende, geradezu erwachsene Texte schreiben können).
Die Klassengespräche nutze ich zu verschiedenen Zwecken, mal, um auf ein besonderes Textmuster hinzuweisen, wie zum Beispiel ein besonders gelungener Eingangssatz, ein besonders schön formuliertes Beispiel, oder eine Rechtschreibschwierigkeit, manchmal aber einfach auch, um einem Kind ein besonderes Lob zu erteilen, weil der Text insgesamt besonders schön geworden ist, manchmal aber auch, um zu verdeutlichen, dass man mal einen guten, mal einen schlechten Text schreibt, und dass schlechte Texte kein Hals- und Beinbruch sind, vor allem nicht in der Grundschule.

Weitere Themen

Weitere Themen im Unterrichtsgespräch sind zum Beispiel Eigensinnigkeiten in Texten, zum Beispiel bestimmte rhetorische Figuren oder parodierende Einfälle. So hat zum Beispiel ein Mädchen ein Märchen von Grünhäppchen geschrieben. Dort hat Rotkäppchen ihr eigenes Märchen gelesen, und damit sie auf dem Weg zu ihrer Großmutter nicht vom Wolf gefressen wird, hat sie sich einfach grün angezogen und umbenannt. Natürlich ist sie dann auch prompt dem Wolf begegnet, der aber Grünes nicht isst. Problematisch ist es dann geworden, als Grünhäppchen zum Hasen kam. Was weiter passiert ist, dürft ihr euch ausmalen. Der Jäger hat auf jeden Fall einiges zu tun bekommen. Und die Klasse hat sich beim Vorlesen vor Vergnügen auf dem Boden gekugelt.

Auswahl der Wochenfrage

Die großen Textsorten

Wer meinen Blog kennt, weiß, dass ich mit den Begriffen, mit denen Texte eingeteilt werden, relativ unzufrieden bin. Als Text verstehe ich all das, was „für sich alleine steht“ und nicht ein einzelnes Wort ist. Bei einem Text ist also „irgendwie“ eine Grammatik „anwesend“. Ein Text wäre auch zum Beispiel eine Leuchtreklame an einem bestimmten Haus, wobei die Leuchtreklame durchaus aus einem einzelnen Wort bestehen kann. Der Text selbst bestimmt sich aus architektonischen Zeichen und der dazugehörigen Grammatik (und wer mir das jetzt nicht glauben will, der lese bitte von Umberto Eco: Einführung in die Semiotik).
Texte können aus einzelnen Sätzen bestehen: Maximen, Sinnsprüche, Haikus, usw. sind solche Texte. Manchmal können Wörter auf eine andere Art und Weise angeordnet werden, als durch die Grammatik, die wir in der Schule als Grammatik kennenlernen. Typisch dafür sind Listen, wie zum Beispiel Einkaufslisten (auch hier verweise ich auf ein Buch von Eco: Die unendliche Liste), aber auch Sammlungen (schön zu lesen dazu: Walter Benjamin: Ich packe meine Bibliothek aus).
Und ihr seht schon, dass ich noch nicht einmal angefangen habe, die typischen Textmuster zu benennen.

Textmuster

Textmuster enthalten manchmal verschiedene Textmuster (haha! etwas enthält sich selbst? was ist denn das für eine Logik?). Wenn man zum Beispiel den Wilhelm Tell von Friedrich Schiller liest, dann hat man ein Schauspiel gelesen; das Schauspiel ist natürlich eines der großen, bekannten Textmuster. Allerdings hat Heinrich Keller recht, wenn er sagt, wenn man den Wilhelm Tell in seine einzelnen Sätze zerschneidet, habe man 1000 Phrasen für den Kneipenabend (ich zitiere hier etwas frei). Eine bierselige Phrase ist natürlich auch eine Art Textmuster.

Pragmatische Textmuster

Allerdings gibt es in der Deutschdidaktik tatsächlich eine gewisse grundlegende, sinnvolle Einteilung der Textmuster, die erzählenden, die beschreibenden und die erörternden Textmuster. Bei den erzählenden Textmustern steht eine Handlungsabfolge im Vordergrund, bei den beschreibenden ein Sachverhalt, gelegentlich allerdings auch ein Ereignis (typisch in der Schule ist zum Beispiel die Schilderung eines Unfalls oder das Protokoll eines Experimentes), bei den erörternden ein Konflikt oder Problem oder Gegensatz. Es ist nicht ganz so einfach, denn diese drei groben Einteilungen können noch weiter differenziert werden nach bestimmten zentralen Aspekten, die im Schreibprozess beachtet werden. Dieses Modell der Aspekte des Schreibprozesses stammt von dem amerikanischen Psychologen Bereiter. Das möchte ich an dieser Stelle aber nicht erklären. (Wer jetzt gleich etwas Genaueres wissen möchte, sei auf das Buch Texte schreiben lernen von Jasmin Merz-Grötsch verwiesen.)

Abwechslung in den Wochenfragen

Bei der Auswahl der Wochenfragen versuche ich nun, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen diesen drei Textmustern zu erreichen; ausgewogen heißt hier, dass dies den Kompetenzen der Kinder entspricht. So nehme ich relativ selten Fragen zum erörternden Textmuster, und diese dann meist infolge eines Vorfalls oder eines Themas, das die Klasse besonders interessiert. Besonders wichtig sind die erzählenden Textmuster. Meine Wochenfrage von letzter Woche zielt auf ein solches Textmuster ab. Meine nächste Wochenfrage ist allerdings tatsächlich auf eine „gewisse“ Erörterung aus:
Was möchtest du im nächsten Schuljahr besser machen?

Zusätzliche Fragen

Ich habe einige sehr sehr starke Schreiber in der Klasse; ich erwähnte das bereits. Für diese halte ich zusätzliche Aufgaben bereit, die sie anstelle der üblichen Wochenfrage nehmen können. Die Wahl ist freiwillig. Hier lasse ich die Kinder zum Beispiel zu einem historischen Ereignis Stellung nehmen, oder ich gebe ihnen ein Bild, zu dem sie etwas erzählen können, oder das sie zu analysieren haben. Es gibt philosophische Fragmente, die sie in eigene Worte umschreiben oder mit Beispielen verdeutlichen können. Solche Sachen eben. Ich probiere dabei relativ viel aus.
Gelegentlich entstehen ganz hervorragende Texte. Manchmal merke ich aber auch, dass ich mit dem Schwierigkeitsgrad weit über das Ziel hinaus geschossen bin und die Kinder ganz andere Ideen im Kopf hatten und die Frage ganz anders beantwortet haben, als ich das wollte.
Die Kinder schreiben gerne zu Bildern. Auch dazu biete ich zusätzliche Aufgaben an, gelegentlich, wenn mir ein schönes Bild über den Weg läuft. Dies ist eine Aufgabe, die auch schwächere Schreiber gerne mal anstelle der üblichen Wochenfrage nutzen.

Aufgabe der Eltern

Gelegentlich hört man die Lehrer über die Eltern schimpfen. Ich habe keinen Grund zur Klage. Häufig besuchen mich Eltern in meinem Klassenraum, um über den einen oder anderen Text ihrer Kinder zu reden. Und das ist auch eine der Aufgaben der Eltern zu Hause, mit dem Kind über seinen Text zu reden, und sich zum Beispiel erzählen zu lassen, warum es das eine oder andere so geschrieben hat. Verboten sind allerdings Gespräche über ausschließlich formale Aspekte des Textes, mit Ausnahme des Satzbaus. Rechtschreibung, Zeichensetzung, Grammatik: das sind alles zweitrangige Sachen. Zunächst möchte ich, dass das Kind sich ausdrücken lernt.

Einbildungskraft und Schriftlichkeit

Dies hat einen sehr präzisen Grund. Auch in der höheren Grundschule neigen viele Kinder dazu, Texte zunächst rein inhaltlich zu lesen und zu schreiben. Die Reflexion auf das korrekte Schreiben muss nach und nach aufgebaut werden. Wenn man hier zu viel auf einmal macht, verwirrt und frustriert man die Kinder. Kinder schreiben Texte, um etwas mitzuteilen, und auch da kann schon einiges durcheinandergeraten, gerade wenn die Kinder aus bereits frustrierenden Schreiberfahrungen kommen, oder wenn sie es noch nicht so gewohnt sind, sich einen Text durchzuplanen: dann kann auch ein kurzer Text wie ein steiler Berg aussehen.
Die erste Aufgabe ist also, eine sichere Verbindung zwischen der Einbildungskraft und dem Schreiben zu schaffen. Gelegentlich sind Eltern da etwas zu eifrig und verlangen zu viel von ihren Kindern. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man dabei sehr geduldig sein darf. Nach und nach gehen die Kinder fast von selbst auf immer mehr Aspekte ihres Schreibens ein, mit den gelegentlichen Hinweisen, die ich während der Gespräche oder in der Rückmeldung gebe.

Regelmäßigkeit

Auf eine Sache jedoch dringe ich: dass Schreiben regelmäßig geschehe. Jedes Kind hat jede Woche eine Wochenfrage zu schreiben; absolute Pflicht! Dies ermöglicht mir auch, hier einen fortlaufenden Dialog mit jedem einzelnen Kind zu führen.

Rechtschreibung

Wem bisher die Rechtschreibung zu kurz gekommen ist: Auch hier gibt es eine wichtige, allerdings an das Schreiben angehängte Methode: falsch geschriebene Wörter, gelegentlich auch falsche Satzkonstruktionen, schreibe ich im Anhang an die Rückmeldung und die Benotung unter den Text. Diese Wörter schreiben die Kinder zweimal ab; die korrekte Satzkonstruktion wird einmal abgeschrieben. Hat ein Kind seine Lieblingsfehler, bekommt es von mir eine Eselsbrücke gebaut.
Diese Methode funktioniert hervorragend. Ich habe, ohne großartig weiteres Rechtschreibtraining in meinen Klassen zu machen, tolle Fortschritte bei den Kindern auch in der Rechtschreibung erlebt. Ein Schüler, der noch im letzten Dezember zahlreiche Rechtschreibfehler begangen hat, ich glaube, es waren einmal in drei einfachen Sätzen 14 Stück (was ja irgendwie auch eine Kunst ist!), hat mir in der letzten Woche einen Text mit sechs Sätzen geschrieben und nur noch sieben Rechtschreibfehler. Dabei sind die Rechtschreibfehler mittlerweile regelhaft, wodurch man sie gut abtrainieren kann, zum Beispiel durch Eselsbrücken oder einleuchtende Erklärungen. Ein anderer Schüler, dessen Texte man zu Beginn kaum lesen konnte, schreibt jetzt zumindest lesbare Texte.

Gruppenarbeit, Fehlerfreundlichkeit

Allerdings muss ich dabei sagen, dass ein wichtiger Aspekt beim Rechtschreibtraining auch das gemeinsame Arbeiten in kleineren Projekten ist, und dass ich hier dulde, wenn sich die Schüler gelegentlich in der Weise helfen, dass ein stärkeres Kind einem schwächeren seine Texte aufschreibt, und dass das schwächere Kind diese Texte dann abschreibt.
Und ein letzter Aspekt ist mir besonders wichtig: ich sage meinen Kindern immer, dass ein schöner Text sehr viel mehr wert ist, als ein richtig geschriebener Text. Einen Text richtig zu schreiben, das kann man hinterher immer noch, aber ihn schön zu schreiben, das muss man aus dem Gefühl heraus im Moment machen. Hintergrund dieser Aussage ist natürlich auch, den Schülern die Angst zu nehmen, sie zunächst auf das Schreiben zu fokussieren und die Verknüpfung von Einbildungskraft und Schriftlichkeit zu fördern, wie ich bereits oben geschrieben habe.
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