Zu diktieren ist nicht bloß bequemer, spornt nicht bloß zur Konzentration an, sondern hat überdies einen sachlichen Vorzug. Das Diktat ermöglicht es dem Schriftsteller, sich in den frühesten Phasen des Produktionsprozesses in die Position des Kritikers hineinzumanövrieren. Was er da hinstellt, ist unverbindlich, vorläufig, bloßer Stoff zur Bearbeitung, tritt ihm jedoch zugleich, einmal transkribiert, als Entfremdetes und in gewissem Maße Objektives gegenüber. (Seite 135)
05.03.2012
am Anfang des Schreibprozesses
Und trotzdem noch einmal ein Zitat aus der Minima Moralia von Adorno, weil es meinen derzeitigen Arbeitsprozess (dank Spracherkennungsprogramm) so gut reflektiert:
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