07.12.2015

ZEIT für Kant

Es freut mich, dass eine unserer großen Wochenzeitschriften, DIE ZEIT, meinem guten Beispiel und meiner Empfehlung folgt und die Lektüre Immanuel Kants anpreist. Nun gut, ganz so toll ist die ZEIT nicht: es gibt kaum tiefergehende Gedanken zu Kant. Rainer Forst, politischer Philosoph, bemüht sich redlich in einem einseitigen (rein äußerlich einseitigen) Interview, einige der Gedanken näher zu bringen. Thomas Assheuer betet einige Platitüden zu Kant hinunter; Sachen, die man auf wikipedia ebenso lesen kann, wie in Manfred Geiers Biografie Kants Welt (und dort wesentlich besser, also nicht als Platitüden). Ansonsten äußern sich einige mehr oder weniger bekannte Philosophinnen und Philosophen in einem jeweils eine halbe Spalte langen Bekenntnis zu Kant.
Enttäuschend? Ja. Ich bin wohl der ZEIT voraus (hier zum Beispiel, vor fast zwei Jahren, auch).
Wenn man nachahmt, oder gleich plagiiert, dann sollte man es doch so tun, dass es mehr und nicht weniger Nährwert besitzt, als das plagiierte Original. Das habe ich auch mal meiner Exfrau gesagt, als diese sich etwas hemmungs- und verständnislos aus einem meiner Artikel bedient hat.

Deshalb mein Tipp: abonniert lieber mich, ich bin ZEITlos.
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