13.05.2014

Hans-Ruedi Giger

Nun ist er gestorben, jener "Erfinder des Alien".

Giger, der mich in meiner wilden Jugendphase interessiert hat, zeigt vor allem eines: das bestimmte Innovationen aus Mischungen bestehen. In seinem Fall könnte man von einer Mischung biologischer und mechanischer Formen sprechen, zu denen die Oppositionen Gewalt/Hingabe und Kultur/Tod querliegen.

Innovationen bestehen häufig aus solchen Mischungen und Giger ist dabei nicht gerade subtil. Sein Werk übertreibt, karikiert, parodiert. (Siehe dazu: Die Kreativität der Schriftsteller.) 
Soll also heißen: seine Kunst ist mir zu grob, zu selbstverliebt in der Provokation.

Ich verstehe allerdings die düstere Faszination, die von seiner Kunst ausgeht. Man muss nicht lange suchen, um ähnliche Konstellationen in Werken anderer Autoren wiederzufinden, zum Beispiel bei Sybille Lewitscharoff und ihrer einsamen Aufmerksamkeit für "Halbwesen" und dem Tod von Gynäkologen.

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