05.09.2010

Die Pseudowissenschaft "gender studies"

So finde ich es eben im Internet. Vermutlich ist dem Herrn Knauß diese Forschungsrichtung zu anspruchsvoll. Tatsächlich kann man konstatieren, dass "gender studies" zu überbetont sind, wenn die hauptsächliche Frage, wie nämlich soziale Ordnung möglich sei, diese nicht lenkt.
Gerade aber den gender studies verdanken wir tiefgreifende Einsichten in das Verhältnis von sozialer Struktur und alltäglicher Rhetorik und damit immer noch ein kaum zu ermessendes Potential an Aufklärung. Wissenschaft lässt sich im sozialen Bereich immer durch eine kritische Durchsicht des bereits vorhandenen Materials erreichen. Pseudo-Wissenschaft verhält sich dagegen simplifizierend, undifferenziert. Und das schafft der gute Ferdinand Knauß mal locker.
Beispiel? "Die Behauptung des durch die Gesellschaft konstruierten Geschlechts beruht auf einer Theorie des Psychologen John Money, die in den siebziger Jahren..." (so Knauß). Simone de Beauvoir: "Man wird nicht als Frau geboren, man wird zur Frau gemacht" (Das andere Geschlecht, 1949). John Money dagegen hat vor allem behauptet, dass zwiegeschlechtlich geborene Menschen nach einem operativen Eingriff "ganz natürlich" in ihre (von Arzt und Eltern zugewiesene) Geschlechtsidentität hineinwachsen würden. Also auch nicht ganz das, was Knauß verbreitet.


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