13.09.2010

Blicklose Augen (Vampirromane)

Ich treibe mich, neben der ganzen anderen Arbeit, in der Lyrik herum. Gerade auch, weil sich hier ein aktuelles Motiv aus der Vampirliteratur finden lässt, das Motiv der blicklosen Augen und umgekehrt das Gefühl, angeblickt zu werden (ein typisches Motiv des Horrorromans, siehe zum Beispiel das Masten-Haus in Stephen Kings "Brennen muss Salem", siehe aber auch ETA Hoffmanns Sandmann).
Bei Walter Benjamin finde ich folgendes Zitat von Charles Baudelaire:
Der Stumpfsinn ist oft eine Zier der Schönheit. Ihm hat man es zu verdanken, wenn die Augen trist und durchsichtig wie die schwärzlichen Sümpfe sind oder aber die ölige Ruhe der tropischen Meere haben.
Benjamin, Walter: GW I/2, S. 649




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