05.10.2009

It-Boys

Wenn man die Macht ausdrücklich als abstoßend, gemein, ubuesk oder einfach lächerlich vorführt, geht es, wie ich denke, nicht darum, deren Wirkungen zu begrenzen und durch Magie denjenigen zu entthronen, dem man die Krone verleiht. Mir scheint es im Gegenteil darum zu gehen, eindeutig die Unumgänglichkeit und Unvermeidbarkeit der Macht vorzuführen, die auch dann noch in aller Strenge und in einer äußerst zugespitzten gewaltsamen Rationalität funktioniert, selbst wenn sie in den Händen von jemandem liegt, der tatsächlich disqualifiziert wird.
Foucault, Michel: Die Anormalen, S. 29
Was den seltsamen Widerspruch erklären könnte, mit dem manche Menschen wählen gegangen sind. Siehe dazu auch - im Umfeld - Luhmann, Niklas: Die Realität der Massenmedien, S. 82ff.



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