29.10.2013

Supergrundrecht

Ach ja, der Postillon. Es gibt doch nichts schöneres, als politische Satire; wenn einem das Entsetzen anfängt, langweilig zu werden, dann möchte man doch auch gerne etwas zu lachen haben. Lest die Sonntagsfrage 84.

Mein Lieblingszitat ist übrigens: »Sicherheit ist ein Supergrundrecht. […] Im Vergleich mit anderen Rechten ist sie herauszuheben.«, so Hans-Peter Friedrich am 16. August 2013.
Ich weiß ja jetzt nicht, wie es euch geht, aber entweder habe ich das mit den Grundrechten falsch verstanden oder unser lieber Innenminister. Ich dachte immer, dass Rechte dazu da sind, um Sicherheit zu geben und so eine gewisse Verlässlichkeit im menschlichen Zusammenleben zu erzeugen. Ich dachte also, dass Sicherheit eine Bedingung dafür ist, dass ein Recht überhaupt ein Recht ist. Und jetzt frage ich mich, was unser lieber Herr Friedrich uns damit sagen will. Will er damit sagen, dass die Sicherheit für sich gesehen werden muss, während alle anderen Grundrechte jetzt unsicher werden dürfen? Also so etwas wie eine Schwarzwälder Kirschtorte ohne Kirschen, weil die Kirschen auf einem Extra-Teller liegen?
Ehrlich gesagt, ich weiß nicht, was unser guter Innenminister gemeint hat. Ich jedenfalls fühle mich nicht von radikalen Islamisten bedroht und wenn er etwas für unsere Sicherheit tun möchte, also unser guter Herr Friedrich, dann sollte er doch bitteschön die Hälfte der Berliner Autofahrer nach Guantanamo verfrachten. Die gefährden nämlich wirklich meine Sicherheit. Vielen Dank im Voraus!
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