12.10.2011

Vampirromane rezensieren

Es ist mir egal ob der Vampir Deutsch, Englisch oder Französisch spricht, solange er sich irgendwann für eine Sprache entscheidet.
Joelle zu dem Buch Tochter der Dunkelheit von Tanya Carpenter auf amazon
Und ich mag euch dieses hier nicht vorenthalten. Ebenda zu finden, Hervorhebung von mir:
Charakterbeschreibung - unglaubwürdig. Ein Vampir, der nachts nackten Frauen in ihrem Schlafzimmer auflauert, ausgerechnet Armand heißt, lange schwarze Haare hat, einen Umhang trägt, ihnen in einem schwülstig-französischen Akzent bereits in der ersten Nacht gesteht, dass er ein Vampir ist (zugegeben, ich musste zwanghaft an Pepe, das Stinktier aus den Bugs-Bunny-Filmen denken), sie direkt als Gefährtin fürs Leben angräbt, sich dann quer durch die Weltgeschichte schläft und seinem potentiellen Opfer erklären muss, dass er nicht als Fledermaus dreimal nachts um den Kirchturm flattert (kein Scherz), braucht dieses inzwischen sehr ausgereifte und vielschichtige Genre nicht.
AngelicBeast



11.10.2011

Kleine Monatsstatistik

Vielleicht bin ich über Twitter etwas zu penetrant. Jedenfalls twittere ich einige gute Artikel recht regelmäßig, z.B. den zu Metaphern, was mir ein Plus von fast 300 Besuchern und eine um etwa hundert Stellen bessere Google-Platzierung gebracht hat.

Der Blog wurde im letzten Monat von 110.000 Usern besucht, was umso erfreulicher ist, als das im Gegensatz zum Vormonat ein Plus von 20.000 Besuchern darstellt.

In der Platzierung meiner am häufigsten besuchten Seiten ändert sich aber nicht viel. Aktuelle Einträge tauchen eine Woche lang auf und verschwinden dann wieder. Meinen (hervorragenden) Artikel zum semantischen Gedächtnis liest niemand, weil ihn niemand sucht. Bei Google steht er auf Rang 9, also erste Seite.


Buchcover: Nacht des Begehrens

So, jetzt habe ich meine Facebooker bereits mit dem Cover beglückt, jetzt zeige ichs auch nochmal im Blog. Das habe ich heute tagsüber zusammengebastelt. (Vorher: zwei Stunden lektoriert, eine Stunde selbst geschrieben.)

Nicht schlecht. Jedenfalls nicht schlecht für meine Photoshop-Kenntnisse. Diesmal sind sogar die Farben ganz in Ordnung.


Wortumfang bei E-Books

Um hier mal einen kleinen Service zu liefern (und gleichzeitig zu gestehen, dass ich einige Bücher, die es noch nicht elektronisch gibt, bereits vor langer Zeit eingescannt habe): hier folgen einige bekanntere Titel plus Anzahl der Wörter (in fett) und Anzahl der Zeichen (mit Leerzeichen).

Der Räuber Hotzenplotz 16.268 - 101.734

Charlie und die Schokoladenfabrik 27.845 - 177.418

Pippi Langstrumpf 25.024 - 149.611

Harry Potter und der Stein der Weisen 81.162 - 502.835

Harry Potter und der Feuerkelch 196.845 - 1.234.437

Needful things (Stephen King) 256.070 - 1.590.814

Herr der Ringe: Die Gefährten 184.427 - 1.133.565

Die Rebellin (Trudi Canavan) 134.159 - 834.991

Tanz mit dem Schafsmann (Murakami) 148.057 - 936.997

Negative Dialektik 118.381 - 853.947

Rahmen-Analyse 174.566 - 1.213.294

Tausend Plateaus 239.133 - 1.685.941

Soziale Systeme 169.114 - 1.281.137

Vorlesungen zur Einführung in die Psychoanalyse
139.137 - 949.866


10.10.2011

Drollig: Romane schreiben

Den halben Tag habe ich an meinen Fragmenten weiter gebastelt, genauer gesagt, seit 14:00 Uhr (ungefähr). Um kurz nach fünf hatte ich dann keine Lust mehr (oder war einfach von der langen Arbeit schon zu unkonzentriert) und habe mich (wieder einmal) an dem kleinen Proberoman ausgetobt, den ich gar nicht weiter schreiben wollte. Mittlerweile war diese Geschichte allerdings so weit gediehen, dass ein Ende in Sicht war. Und jetzt habe ich innerhalb von anderthalb Stunden über 6000 Wörter geschrieben und ihn abgeschlossen. Das hätte ich nun nicht gedacht. Allerdings ging es auch deshalb so flott, weil ich dieses letzte Kapitel schon zu Beginn gut entworfen habe und ich nicht mehr nachdenken musste, welche Wendungen und welche Drehs die Geschichte nehmen muss. Zudem sind solche letzten Konfrontationen fast immer völlig konventionell. Und hier habe ich nun gar nichts Neues überlegt, sondern mich einfach auf diese Konventionalität verlassen.

Insgesamt sind es fast 60.000 Wörter geworden. Geschrieben vom 10. September an, mit zwei Wochen Pause mitten drin und weiteren drei Tagen, an denen ich nichts hinzugefügt habe. Zu einem größeren Teil habe ich auch schon die Rechtschreibung überprüft. Irgendwie tut mir das ganze jetzt gut. Dass ich eine so umfassende Geschichte geschrieben habe, ist schon fast vier Jahre her. Zum Vergleich: der erste Band von Harry Potter umfasst 80.000 Wörter.

Zweifel sind angebracht

Heute sind 13 Schriften bekannt, die Hildegard als Verfasserin angeben, wobei deren Identität mit der Äbtissin angezweifelt wird.
aus: wikipedia, Hildegard von Bingen
Ich schließe mich diesem Zweifel an. (1) ist deren zweideutig reflexiv; (2) ist die Angabe eines Verfassers nicht identisch mit einer realen Person. Besser wäre hier von einer begründeten Urheberschaft zu sprechen.
Als ich den Satz zuerst las, musste ich erstmal lachen, so missgestaltet kommt er daher.




09.10.2011

Sonstiges vom Tage

Den Morgen habe ich damit verbracht, meine Notizen der letzten Tage durchzulesen und Rechtschreibfehler, bzw. falsche Erkennungen (durch das Spracherkennungsprogramm) zu korrigieren.


Emotionale Intelligenz
Was mir im Moment Kopfzerbrechen macht, ist die Systematisierung funktionaler kognitiver Prozesse anhand von Emotionen. Meine intensiven Bemühungen um dieses Thema sind offensichtlich nicht ausreichend gewesen, um hier eine Klärung zu erreichen.
Besonders unfruchtbar erscheinen mir heute all diese Sudelbücher, die sich den Begriff emotionale Kompetenz oder emotionale Intelligenz in den Titel kleben. Meist unterhalten sie nur mit netten Anekdoten, betonen die Wichtigkeit von Gefühlen und arbeiten nichts, aber auch gar nichts aus. Weder neurophysiologisch noch philosophisch sind diese Bücher ein Gewinn, allen voran natürlich der Bestseller Emotionale Intelligenz von Goleman. Das ist nur Bodennebel.


Kompetenzaufbau
Genau dieser Punkt hält mich allerdings auch auf. Mein Buch zum Kompetenzaufbau liegt fertiggeschrieben auf meinem Computer; da es aber nur die kognitive Seite beachtet und ich die emotionale Seite aus Bequemlichkeit, allerdings auch ein wenig aus der Furcht, nicht verstanden zu werden, bereits in ein zweites Buch ausgelagert habe, kämpfe ich mit dem Gefühl des Mangels.


Roman

Im Roman, den ich eigentlich nicht fertig schreiben wollte, habe ich eine weitere Szene eingefügt. Es ist eben zu angenehm, zwischendurch einfach darauf los zu schreiben und sich nicht darüber Gedanken zu machen, wie sinnvoll das ist. Selbstverständlich ist dieser Roman nicht zur Veröffentlichung geeignet.
1300 Wörter. 8000 Zeichen. Der Erfolg einer halben Stunde.



Eigenbewegungen des Geistes

Bei Kant gibt es eine Eigenbewegung der Vernunft, die nach den Gesetzen der Vernunft aus den Reizen Begriffe formt. (Das ist natürlich eine Kurzform.)

Uexküll ersetzt in seinem Buch Theoretische Biologie diese von Kant postulierte Eigenbewegung der Vernunft durch ein sensualistisch-kognitivistisches Modell. An deren Basis stehen die so genannten Lokalzeichen, die hier nicht einen wahrgenommenen Ort bezeichnen, sondern eine Stelle auf einem Reize aufnehmenden Organ (zum Beispiel das Auge oder die Haut), die in der Lage ist, genau einen Reiz zu liefern.

Der Witz an dieser ganzen Überlegung ist, dass die Sinnesausstattung des Menschen (aber auch jedes anderen Tieres) selbst eine räumliche, da körperliche ist. Im Unterschied zum geometrischen Raum wird allerdings dieser sinnliche Raum durch verschiedene Qualitäten ganz anders aufgeteilt, eben sinnlich qualifiziert.

Diese je spezifische Qualifizierung, die zugleich den Raum einteilt, als auch erschafft, diese Qualifizierung also, die zugleich konstruiert und produziert, versteht Uexküll als die Basis der  Eigenbewegungen des Geistes. Von hier aus bewegt er sich über eine differenzierte Abfolge bis hin zur Handlungsregulation bei komplexen lebenden Wesen.

Anders gesagt könnte man die Abfolge seiner Argumentation mit dem Weg von der Anschauung zu den Begriffen vergleichen, die man bei Kant und Schopenhauer findet. (Das ist natürlich nichts verwunderliches, da man Uexküll getrost zu den Neokantianer rechnen darf und er an markanten Stellen auch Kant zitiert.)


Emotionen
Ich hatte ja schon in den vergangenen Tagen geschrieben, dass ich die Verbindung zwischen Plutchik und Uexküll suche.
Emotionen sind, und die Lektüre von Uexküll bestätigt mich in dieser Vermutung, so etwas wie alternative Richtlinien für eine Eigenbewegung des Geistes. Das bedeutet, dass die Vernunft sich von allen Gefühlen leiten lassen kann. Und auf dieser abstrakten, d.h. inhaltsleere Ebene sind alle Gefühle auch gleichwertig, oder besser gesagt gleich funktional.

In Bezug auf die Interaktion mit der Umwelt oder Objekten in der Umwelt werden Gefühle allerdings spezifisch. Dies ist nun keine Qualität der Gefühle selbst, sondern eine nachträgliche Qualifizierung durch kognitive Ergebnisse gefühlsgesteuerter Prozesse.

(Es ist auch dieses Ineinander von Kognitionen und Emotionen, dieser dynamische und iterative Prozess, der mich interessiert. Neben Kant und Uexküll war ich heute bei Freud und Adler (Menschenkenntnis), bei Leon Wurmser (Die Maske der Scham, Flucht vor dem Gewissen) und bei dem wunderschönen und leider wenig bekannten Buch Labyrinth Kindheit von Dorothy Burlingham. Zudem habe ich im Buch Coaching-Tools II (herausgegeben von Christopher Rauen, Verlag: managerSeminare) herumgestöbert, welches mir persönlich viel zu psychoanalytisch ist und zwar psychoanalytisch in einem fast schon pejorativen Sinne, weil inhaltlich sehr eingeschränkt, sehr begrenzt, das aber ganz gut zu den psychoanalytischen Büchern passt. Nebenher, allerdings wirklich nur im Überflug, Bachelard. Seine Interpretation kultureller Symbole stellen schon fast so etwas wie eine Eigenbewegung des kollektiven Geistes dar, also etwas, das Canguilhem deutlicher, Foucault weniger deutlich an Kant zurück bindet.)


Modellieren
Auf jeden Fall ist mein eigener Arbeitsprozess, in dem ich mich gerade befinde, ein deutlich modellierender und d.h. auch spekulativer. Es geht mir nicht um eine empirische Abstützung meiner Arbeit durch Wahrscheinlichkeiten, sondern um eine Sensibilität für die "Reibungshitze" (man entschuldige mir diese ungenaue Metapher) zwischen Sinnesdaten (Wahrnehmung) und Ordnungsaufbau (Begriffsbildung).



08.10.2011

Sollte Mathematik an den Schulen unterrichtet werden?

Miss Arizona sagt (in einem Video, das ich leider nicht aus Facebook heruntergeladen kriege):
Oh, das ist eine schwere Frage. Es gibt hier zwei Seiten der Geschichte. Auf der einen Seite haben wir Mathematik und auf der anderen Seite haben wir ... äh ... Nicht-Mathematik.
Miss Idaho sagt:
Wir sind in Amerika, nicht in Russland.
Und Miss Montana behauptet:
Zahlen sind großartig. Doch sie sollten ebenso Farben, Gerüche und Vibrationen lernen.
Miss Delaware:
Nicht den Mädchen.
Miss Alabama:
Mathematik? Nein. Ich glaube nicht an Mathematik und wir sollten niemanden dazu ermutigen.
Miss Vermont allerdings fragt:
Ja, das ist Mathe. Soll das jetzt ein Witz sein?
Allerdings sollten wir uns jetzt nicht auf die Schultern klopfen. Eine mir bekannte, quantitative Sozialforschung unterrichtet habende wissenschaftliche Mitarbeiterin scheiterte an der sogenannten Päckchenrechnung (auch: schriftliche Addition). Von Statistik und Stochastik hat sie gar keine Ahnung. Wie bitteschön will so jemand ordentlich Daten quantifizieren und interpretieren?

Fingerübungen

Geschrieben (gesprochen). Dragon NaturallySpeaking läuft im Moment ohne Probleme und erkennt selbst den Dativ gut. Normalerweise macht das m am Ende von Adjektiven und Pronomen einige Probleme. Wenn man sich angewöhnt, alle Korrekturen mithilfe des Spracherkennungsprogramms vorzunehmen, stellt es sich nach und nach darauf ein. Allerdings ist das am Anfang erstmal umständlich. Und wenn man mitten in einem Gedankenfluss steckt, in einem Schreibfieber, dann kann es einen ziemlich aus dem Prozess reißen, wenn man solche Korrekturen vornehmen muss oder gar ungewöhnliche Wörter eintrainiert.
Hilfreich ist auch, viel einzudiktieren. Für mich war es in den letzten Tagen sehr bequem, nur kurze Texte einzusprechen, meist Fragmente für den Zettelkasten oder kurze Anmerkungen für Kunden. So sind die Texte überschaubarer und Fehler schneller zu korrigieren. Ansonsten war das in den letzten zwei Jahren tatsächlich ein größeres Problem für mich. Durch das Einsprechen waren die Texte noch dichter an mir dran, als wenn ich sie geschrieben hätte. Normalerweise mache ich keine Grammatikfehler. Zumindest äußerst selten. Derzeit finde ich relativ viele, auch in älteren Blogartikeln.
Auf der anderen Seite gewöhne ich mich jetzt daran, bestimmte Stellen für mögliche Fehler sofort zu überprüfen und dadurch zu vermeiden.
Von allen Anschaffungen, die ich mir letztes Jahr geleistet habe, ist das Spracherkennungsprogramm jedenfalls ein Highlight.
Nachdem ich meinen Computer wechseln musste und der Datenbank noch zahlreiche Wörter eingefüttert habe, läuft alles wie am Schnürchen. Gerade heute Morgen merkte ich, dass ich komplett intuitiv kommentiere, ganz anders, als ich es früher in meinem Tagebuch getan habe. Derzeit werden meine Texte auch länger, auch meine Anmerkungen zu Büchern.
Heute Morgen habe ich noch ein wenig Uexküll kommentiert (zu meinen Kommentaren in den letzten Tagen habe ich mein Leben nach "Beispielen" und "Illustrationen" durchforscht); vor allem habe ich fünf Dialoge geschrieben, alles Fragmente, alle in irgendeiner fiktiven Situation verortet. Fingerübungen, nur eben am Mikrofon.


07.10.2011

06.10.2011

Shakespeares Sisters - Stay

Immer noch ein richtig geiles Lied.


neue Zusammenhänge

Wie immer, wenn ich mir die Zusammenhänge neu erarbeitete, bzw. neue Themengebiete oder Theorien vergleiche, verwischen sich für mich die großen Strukturen. Nach den letzten anderthalb Jahren, die mich deutlich von meinen Themen weggeführt haben, kehre ich jetzt wieder zu diesen zurück, insbesondere auch zu der Narration.

Mathematikdidaktik
Als nachteilig empfinde ich, dass zum Beispiel die ganze Mathematik, bzw. Mathematikdidaktik nur halb verdaut in meinem Gehirn herum liegt. Schopenhauer hat hier einige interessante Sachen gesagt, Wittgenstein und — sehr bedingt — auch Leibniz, dessen Werk ich neulich erworben und gelesen habe (allerdings nur gelesen im einfältigsten Sinne des Wortes). (Übrigens gibt es hier eine weitere Verbindungslinie zu Uexküll. Friedhelm Zech hat mit seinem Grundkurs Mathematikdidaktik ein eigentlich sehr schönes Werk vorgelegt. Insgesamt erscheint mir die Begriffsbildung zu kompliziert, nicht scharf genug gegeneinander ausgeprägt. Noch habe ich dazu nichts geschrieben, aber in letzter Zeit nehmen Uexküll und Schopenhauer, auch Kant und Mach diese Mathematikdidaktik immer mehr in die Mangel, zumindest in meinen Gedanken.)

Kreatives Schreiben
Mein kleines Romanprojekt ist ins Stocken geraten. Erstens habe ich nicht sonderlich viel Zeit dafür und zweitens habe ich erfahren, was ich erfahren wollte.
Geschichten lassen sich, zumindest, wenn man sie vorher gut durch geplant hat, mit dem Spracherkennungsprogramm recht flott einsprechen. Das mir diese Geschichte auch als Beschäftigung für zwischendurch nicht mehr reicht, liegt tatsächlich an einem Planungsfehler. Typischerweise.
Einer der wichtigsten Handlungsstränge in Spannungsromanen wird oft vergessen, gut auszuarbeiten, weil gerade junge Autoren glauben, dass dieser nicht so wichtig sei, weil man so wenig von ihm erzählt. Dieser Handlungsstrang betrifft den Antagonisten.
Irgendjemand sagte mal zu mir (oder schrieb es, ich weiß es nicht mehr genau): der Böse sei doch nicht so wichtig, der würde erst gegen Ende auftauchen. — Doch genau das ist falsch. Ein Spannungsroman muss doch von Anfang an eine Bedrohung aufbauen, mindestens das Übel durch seine Symptome (Leichen, verschwundene Menschen, gestohlenes Geld, usw.) einführen. Und Symptome entstehen natürlich nicht aus dem Nichts. Irgendjemand oder irgendetwas muss dafür gesorgt haben, dass diese erscheinen. Und im Falle eines Antagonisten kann dieser das nur durch Handlungen. Da diese Handlungen, selbst wenn sie im Roman nicht geschildert werden, für die Annäherung an den zentralen Konflikt so wichtig sind, müssen diese präzise ausgearbeitet sein. Anderenfalls passiert häufig das, was junge Autoren so gut kennen: der Roman wird von seiner Konfliktlosigkeit absorbiert und der Autor schildert das als Schreibblockade. Ich nenne so etwas Ziellosigkeit und Ziellosigkeit entsteht, wenn man nicht gut geplant hat.
Jedenfalls habe ich diesen Fehler auch begangen. Das war mir eigentlich schon vorher klar. Aber es ging ja auch nicht um das Fertigstellen.

Mein Spracherkennungsprogramm
Was mir besonders Spaß macht, ist, dass ich während des "Schreibens" (Sprechens) viel mehr gestikulieren kann. Gerade auch die Dialoge sind dadurch für mich einfacher geworden, weil ich zum Teil die entsprechenden Personen nicht nur stimmlich nachahme, sondern auch gestisch. Das sieht tatsächlich etwas seltsam aus, zumindest ungewohnt. Ich hoffe, dass mich meine Nachbarn nicht beobachten.