04.01.2010

Frohes Neues ...

Dann melde ich mich mal wieder zurück.

Ich hoffe, ihr seid alle gut ins neue Jahr gerutscht. Ich selbst habe es verpennt, da ich von Dienstag bis Donnerstag einen Schreibmarathon hinter mich gebracht habe. Ich war fast sechzig Stunden wach.
Hintergrund der ganzen Geschichte war folgender: Nach den Interviews mit Lea Streisand und Matthias Keidtel, Roland Müller, den Inhabern von Periplaneta und Stephan Hutter habe ich mich nicht nur an das Schreiben von einem Artikel rund um diese Interviews gemacht, sondern auch noch die Literatur angefangen zu lesen, die mir empfohlen wurde.
Ganz persönlich angetan haben es mir die Autoren, die Keidtel genannt hat. Rein zufällig fiel mir in der Bücherei nämlich als erstes der Kempowski in die Hand und rein zufällig fand ich darin auch eine besonders amüsante Stelle. Und so bin ich von Kempowski über Genazino und dann zu Henscheid gekommen. Erst danach waren Jurek Becker und Daniel Kehlmann dran. Von Hertha Müller möchte ich noch die Atemschaukel lesen, doch da ich mich schon mal mit Der Fuchs war damals schon der Jäger intensiv beschäftigt habe, habe ich das nach hinten geschoben.

Insbesondere mit Keidtel werde ich mich weiter beschäftigen. Ich weiß nicht, wie der Autor das sieht, aber in seinen Büchern - also in der Holm-Trilogie - steckt ein unheimlich präzises System. Wie auch immer man die Bücher in der Unterhaltungsliteratur einschätzen mag, als eine Fundgrube für literaturwissenschaftliche Beschäftigungen taugen sie hervorragend.
Mein Augenmerk hat sich zunächst auf die Metaphern gerichtet. Zur Zeit sind es - beim dritten Durchlesen - die Symbole des Lesens (ein altes Thema von mir, das ich ziemlich mit Beginn meines Germanistik-Studiums aufgenommen habe), die mich beschäftigen.
Übrigens ist das Ganze, will man es ordentlich systematisieren, eine ziemliche Erbsenzählerei, eine Sache, die ich mir partout nicht leisten will, jedenfalls nicht zur Zeit.
Die Holm-Trilogie ist schon deshalb empfehlenswert, weil sie eine der brauchbarsten Schilderungen des männlichen Seelenlebens gibt, die ich in den letzten Jahren gelesen habe. Brauchbar heißt hier: zugleich ernsthaft, humorvoll und distanziert.



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