09.02.2014

Germany's Next Top Model (GNTM) und der Humor: wie man Glossen schreibt

Für mein Video habe ich übrigens wenig herum suchen müssen. Am Freitag waren so viele Meldungen in den Nachrichten, die rhetorisch äußerst interessant waren, dass ich sechs Videos hätte machen können. Nein, eigentlich wären es sogar mehr gewesen. Denn meine Wahl ist schließlich auf eine Glosse von Spiegel online gefallen. Und dieser hat es nun wirklich in sich. Um hier sämtliche rhetorischen Figuren ausführlicher zu klären, hätte ich einige Videos gebraucht, ich schätze mindestens fünf.

In Kreuzberg zum Beispiel soll die sexistische Werbung verboten werden. Das Problem an der ganzen Geschichte allerdings ist, dass Sexismus im Auge des Betrachters liegt.
Und bei den Menschen, die ich näher kennen gelernt habe und die Sexualpartner tatsächlich zu Objekten degradieren, empfinde ich den Sexismus nur als einen Teil einer weit umfassenderen Störung. Es ist die Unfähigkeit, sich vorstellen zu können, dass andere Menschen ein Innenleben besitzen, das von dem eigenen Innenleben unterschieden ist.
Meiner Ansicht nach verläuft die ganze Debatte deshalb unfruchtbar, weil sie sich nur an einem Aspekt aufhängt: so wichtig der Feminismus ist: hier verkürzt er die Problemstellung und muss deshalb eine Sackgasse bleiben.
Genau an dieser Stelle nisten sich dann aber die rhetorischen Figuren ein, die diese Diskussion in einer Art und Weise heimsuchen, dass sie gegen eine tiefere Klarheit abgeschottet wird. Das geschieht übrigens auf beiden Seiten, also bei jenen, die im Moment gegen die sexistische Werbung argumentieren und denjenigen, die diese Werbung nicht als sexistisch bezeichnen möchten. (HIER)

Hier aber erstmal das Video:

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