22.10.2009

Artikel zum 'Lesen'

Nachdem uns unser Hauptartikelschreiber für das erste Media-Mania-Magazin abgesprungen ist, habe ich selbst den Artikel zum Lesen verfasst. Etwas peinlich, wenn man das Magazin mitgestaltet. Und noch peinlicher wurde mir, dass ich mich sehr knapp fassen wollte, und das bei einem Thema, das mich lang und breit beschäftigt hat, seit, sagen wir, fast dreißig Jahren. Damals, mit zwölf, kam ich nämlich auf die ulkige Idee, dass Freud einem helfen könne, wenn man Probleme mit der Familie habe. Also habe ich Freuds Vorlesungen zur Einführung in die Psychoanalyse gelesen. Soweit mein Tagebuch das hergibt (ich selbst erinnere mich nicht mehr), hatte ich meine ersten wirklichen Verständnisprobleme bei der Vorlesung über die Angst (heute würde ich sagen, dass ich mit meinem Lesen insgesamt einem Trugschluss aufgesessen bin). In meinem Tagebuch finde ich penible Aufzeichnungen über dieses Kapitel und warum ich das zuerst nicht oder nur mechanisch lesen konnte. Gut, meine Probleme mit meiner Familie habe ich dadurch nicht lösen können, aber vermutlich hat mich das zu dem leicht überpeniblen, kleinen Textdurchwühler gemacht, der ich heute bin.
Wie dem auch sei: der Artikel zum 'Lesen' ist, von meinem ersten Entwurf her, nur noch ein Drittel so lang. Recht nonchalant schreibe ich zum Begriff des Sinns beim sinnentnehmenden Lesen, man möge sich hier doch bitte im entsprechenden Kapitel bei Luhmann informieren. Das hat mir acht Seiten gespart. Nach dem Motto: Nicht wirklich nett, aber praktisch.



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