31.01.2008

Nachwehen - Joan Rowling

"Das war die schlimmste Trennung meines Lebens - viel schlimmer als jede von einem Mann"
So lässt sich Joan Rowling vernehmen, nachdem der siebte Harry Potter-Band veröffentlicht ist und der Wirbel so langsam nachlässt.
Trennung ist vielleicht nicht das richtige Wort; Trauerarbeit wohl passender, denn anders als bei vielen Fans dürfte sich Joan Rowling gerade damit beschäftigen, von Harry Potter Abschied zu nehmen, der zwar weiterleben durfte, aber trotzdem gestorben ist, gestorben auf die Art und Weise, in der alle fiktiven Helden sterben, den papierenen Tod. Insofern kommt der Verlust eher dem gewaltsamen Tod eines Verwandten gleich, als der Trennung von einem Ehepartner.

Jedenfalls darf man gespannt sein, was mit dieser Hauptfigur, diesem Menschen, der unser aller Leben in den letzten Jahren so geprägt hat, weiter passiert. Vermutlich wird Potter den Weg gehen, den alle Helden gehen: er wird in Comicheften adaptiert und in einer unerträglichen Vorabendserie zur Animefigur ruiniert. Vielleicht gibt es auch Cross-Over, etwa Potter vs. Hellboy, oder Aliens in Hogwarts, oder Zombie-Potter.
Der Kapitalismus absorbiert ja alles.
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