22.09.2007

Jürgen vom Scheidt

Momentan lese ich Jürgen vom Scheidts Buch "Kreatives Schreiben - HyperWriting". Ich bin mit vielem, was der Autor schreibt, sehr einverstanden. Auf der einen Seite untermauert es die "Mythen" des kreativen Schreiben. Auf der anderen Seite aber ist vom Scheidt zu sehr Psychoanalytiker, um einfach nur kreatives Schreiben zu predigen: denn dies käme einem Ausagieren gleich, ein zwar wichtiger Schritt in der Psychoanalyse, aber nicht der letzte. Was in der Psychoanalyse Durcharbeiten heißt, ist bei vom Scheidt das Gestalten der Texte. Hier muss die Wendung hin von dem privaten Geschreibsel hin zu einem lesbaren und für den Leser interessanten Text vollzogen werden.
Marc Albrecht vertritt - mit teilweise deutlich anderen Zeichen - eine ähnliche Aufteilung: privat kann man schreiben, wie man lustig ist; wenn man aber veröffentlichen will, muss man auf den Leser zugehen und diesen berücksichtigen.
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