11.01.2007

Besucht mich im Sicherheitsgewahrsam!

Es gibt Menschen, die unbedingt sterben wollen. Natürlich nicht offiziell, aber doch rein strukturell. Zu diesen Menschen gehören die Menschen von freenet. Als ich umgezogen war, dachte ich mir, zieht auch mein DSL mit. Tut es aber nicht. Ich muss mich abmelden, meinen Vertrag auflösen, und dann wieder DSL neu beantragen. Zumindest bei freenet.
Ob ich meine mail-Adresse behalten könne? - Wahrscheinlich nicht! antwortet ein netter Herr, der eine Telefon-Sex-Stimme hat, den ich mich diesbezüglich aber nicht zu trauen frage.
Ob ich mein Internet-Telefon behalten könne? - Nein, da müsse ich eine neue Nummer beantragen.
Ob die alte denn nicht freigeschaltet würde? - Doch, doch, schon irgendwie, aber möglicherweise erst nach drei Monaten.
Und meine Homepage? - Ich hätte ja hoffentlich noch die Daten meiner Homepage.
Ja, die hätte ich! - Dann könne ich die doch neu hochladen.
Unter derselben Adresse? - Ähh, nein. Das nun nicht. Aber das sei doch kein Problem, oder?
Nun, wenn Sie viel Geld für viel Werbung als kein Problem bezeichnen, dann ist es tatsächlich kein Problem. Für Sie ja sowieso nicht.
1. Fazit: Telefon-Sex wäre fruchtbarer gewesen.
2. Fazit: Ich bin demnächst bei der Telekom. Dann kann ich sogar nach Österreich kostenlos telefonieren (du wirst mich hassen, Wolfgang!). In die Schweiz allerdings kann ich glaube ich nicht kostenlos telefonieren und hier wird es für Alice Zeit, schnell ein paar Rosenkränze zu beten, oder so.
3. Fazit: Sollten bis dahin meine erfolgreichen perfect-crimes gegen die Obersten von freenet trotzdem aufgeflogen sein, dann bitte alle Post ins Sicherheitsgewahrsam Moabit. - Nun, ich bin ein friedlicher Mensch und was Kriminalfälle angeht, auch völlig fantasielos. Insofern wird also meine neue Adresse weiterhin gelten.

Und nun zu etwas ganz anderem:
Die Schränke sind aufgebaut, das Klavier transportiert, der Herd steht in der Küche und nachher hole ich mir auch meinen Kühlschrank ab.
Zudem habe ich gestern Abend vier kleine und einen großen Blumenkasten mit Kräutern besät (übersetzt: Hängegeranien). Gesprossen ist noch nichts: vielleicht hätte ich den Samen nicht sagen sollen, dass ich sie später mal essen will (sobald sie etwas gewachsen sind, natürlich). So was erschreckt vielleicht doch zu sehr.
Es gibt bei mir also demnächst Rosmarin, Dill, Schnittlauch, großblättrige und mooskrause Petersilie, Bärlauch, Salbei, Pimpinelle und Sauerampfer, Bohnenkraut, und etliches anderes aus der eigenen Zucht.
Pikieren nennt man nicht nur, wenn man einer Salondame Schlüpfriges zuflüstert, was diese nicht hören will (piquer heißt stechen!), sondern auch, wenn man junge Pflänzchen vereinzelt.
Für Nico, Ruth und Gabriel heißt dies, dass sie sich demnächst, sobald man die Pflanzen nach draußen setzen kann, bei mir vorgezogene Kräuter abholen können. Schließlich muss sich doch mindestens einer in diesen Tagen freuen können.

Frederik
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