07.11.2006

Seltsames von der Couch

Wo wir gerade bei der Psychoanalyse sind:



Als ich heute Morgen bei meiner Psychoanalytikerin auf der Couch lag, sah ich aus ihrer mit einer großen bunten Bastblume versehenen Basttasche ein Glas voller länglicher, grüner, pickliger Dinger herausragen. Verständlicherweise schlug mein Ödipuskomplex in diesem Moment hart zu. Davon wachte ich auf und fand mich vor dem offenen Kühlschrank stehend, ein Glas Gurken in der Hand.

Als Nächstes schreibe ich von Käse mit Löchern.



Dieses Bild ist wahrscheinlich auf folgende Art und Weise entstanden: eine frustrierte maledivische Konditorenehefrau hat ein Produkt ihres Mannes in das glasklare Wasser der Malediven geworfen.

Dieses längliche Baiser liegt aber nun schon einige Tage dort und wurde jetzt irrtümlicherweise als eine neue Art der Seegurke gehalten.

Man muss sich angesichts solcher Irrtümer fragen, wie häufig eine Furore in der Zoologie auf einen schlichten Ehekrach zurückzuführen ist.

Der Kondor beispielsweise gilt seit einigen Jahren als eine Storchenart, weshalb man neuerdings die eigenen Kinder als Geier bezeichnen darf, manchmal sogar als Erbgeier.



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Die Erbgeierseite enthält andere, höchst interessante Fundstücke, z.B. einen Charaktertester. Mein Ergebnis seht ihr hier.

So ein wenig außerirdisch darf ich mich ja jetzt auch ganz offiziell fühlen.

Um zur Zoologie zurückzukommen: vor Jahren haben Wissenschaftler festgestellt, dass Pantoffeltierchen Sex miteinander haben. Auch hier liegt ein Irrtum eines gequälten Biologen zugrunde: der hat nämlich in einem Anfall geistiger Umnachtung die letzten Worte seiner Exfrau verarbeitet: "Sogar Pantoffeltierchen haben mehr Sex miteinander!"

Liebe Ehefrau, kann man da nur sagen, -1 Sex gibt es nicht. Ab null ist abwärts Schluss. Jedenfalls beim Sex. Aber vielleicht war die Frau ja Mathematikprofessorin. Sie könnte es vielleicht mal mit irrationalen Zahlen versuchen, die haben beim Geschlechtsverkehr irgendwie mehr Relevanz. - Allerdings spricht gegen diese Annahme, dass man auf allen Webseiten, auf denen das Wort irrationale Zahl vorkommt, mindestens eine Frage nach der Sexlosigkeit der sich mit solchen Zahlen befassenden Menschen findet. Da ich keine sexuellen und auch keine asexuellen Mathematiker kenne, halte ich mich dezent zurück, um einem modernen Mythos nicht noch mehr Auftrieb zu geben.

Zu den Gurken fand ich übrigens noch Folgendes:

Gurken spielen nicht Gitarre, um zu sich selbst zu finden.

Wohl wahr!

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